Freie Fahrt auf dem Chemnitztalweg

Radweg 5700 Meter neues Teilstück wurde feierlich freigegeben

Neu sanierte Brücke in Markersdorf. Foto: Andrea Funke

Wittgensdorf. Am Samstag war es nun endlich soweit und das Teilstück vom Chemnitztalradweg von Wittgensdorf bis Markersdorf wurde mit einem Festakt in Anwesenheit von Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), des Staatsministeriums für Verkehr, zahlreicher Bürgermeister sowie hunderter Radfahrer offiziell freigegeben.

"Mittlerweile ist der Bau eines Radweges genauso schwierig wie der Bau eines Flughafens", stellte Michael Stritzke von Lasuv fest und spielte dabei auf die lange Planungszeit an. Viele Umweltschutzauflagen mussten auf dem 5,7 Kilometer langen Teilstück beachtet werden. Der Radweg führt auf der ehemaligen Bahnlinie über ein paar Brücken und durch ein 124 Meter langen Tunnel, das ist bisher einmalig und ein besonderes Highlight für die Radfahrer. Der Tunnel ist beleuchtet, allerdings nachts wird das Licht wegen der Fledermäuse ab geschalten.

Auch Umweltminister Thomas Schmidt würdigte den neuen 5,7 Millionen teuren Abschnitt:" Es werden sicher jetzt mehr Menschen den Radweg nutzen als Leute mit den Zug auf dieser Strecke fahren würden". Zweckverbandschef Günter Hermsdorf hatte der Eröffnung entgegen gefiebert:" Ich bin überwältigt von dem großen Interesse und den vielen Leuten, die heute hierhergekommen sind". Seit 15 Jahren laufen die Bemühungen die stillgelegte Chemnitztalstrecke wieder mit Leben zu erfüllen und für das Radfahren herzurichten.