Freistaat will Deiche stehen lassen

Stadtrat Aufstand hinter verschlossenen Türen

Frankenberg. 

Über das Ergebnis des von den Stadträten der Opposition geforderten Gesprächs mit Bürgermeister Thomas Firmenich, das am Montag nichtöffentlich stattfand, wird Stillschweigen bewahrt. Das bestätigten die Fraktionschefs von Linke, Gewerbeverein und SPD dem BLICK. Noch zu der turbulenten Stadtratssitzung am 20. November, die auf ihren Antrag hin abgebrochen und vertagt worden war, hatten sie eine Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt gefordert. Eine Entscheidung, die von vielen Frankenbergern nicht nachvollzogen werden kann.

Hingegen hatte Bürgermeister Thomas Firmenich eine gute Nachricht aus dem sächsischen Umweltministerium für die Mitglieder der Bürgerinitiative Deichbau und deren Unterstützer parat. Darin heißt es, dass das Ministerium die bislang geplante Entwidmung und den teilweisen Rückbau des Deiches zwischen dem Klärwerk in Frankenberg und Sachsenburg nicht weiterverfolgen werde. Die Bürgerinitiative beharrt aber auf ihrer Forderung nach einem Beschluss des Stadtrats, der am heutigen Mittwochabend im Stadtpark tagt.

Zumindest einen Teilerfolg kann die Bürgerinitiative verbuchen, deren Wirken sich gegen den von einem Lüfter der Firma Swap ausgehenden Lärm richtet. Der Rohbau der Einhausung des Lüfters soll im Dezember stehen, der komplette Bau im Januar fertiggestellt sein.