Fridays for Future in Freiberg: Vor allem Ältere nahmen teil

Umwelt Klimademonstrationen auf dem Schlossplatz

Freiberg. 

Freiberg. Zum vierten Weltklimatag der Fridays for Future-Bewegung wollte man auch in Freiberg ein Zeichen setzen. So wurde zu einer Demonstration am vergangenen Freitag auf dem Schlossplatz eingeladen. Für die Tatsache, dass sich lediglich knapp 100 Teilnehmer einfanden ließen sich anschließend mehrere Gründe finden. Vor allem darauf, dass sich überraschend wenige Schüler einfanden, bezog sich Hauptorganisatorin Jördis Thümmler. "Nach meinem Erleben wird das Klima in der Schule zu wenig thematisiert", meinte die 17-jährige, die ansonsten kraftvoll die Demonstration vorantrieb.

Das Klima und der Anstieg der Weltbevölkerung

Vor allem vor älteren Teilnehmern fand die Veranstaltung letztlich statt, an deren Organisation auch Parents for Future mitgewirkt hatte. Mit dem Geochemiker und Geoökologen Professor Jörg Matschullat ergriff ein ausgewiesener Fachmann das Wort. Er warnte davor, dass das Klima in absehbarer Zeit unwiederbringlich kippen könnte und erwähnte in diesem Zusammenhang auch den Anstieg der Weltbevölkerung, der daran einen erheblichen Anteil habe. Norman Pohl, Leiter der Regionalgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz, nahm hingegen in seiner Rede den Blick vom Globalen fort und lenkte ihn auf die unmittelbare Umwelt. "Freiberg macht den Eindruck einer steinernen Stadt", sagte er unter Beifall und nannte etwa die Errichtung einer neuen Vier-Feld-Turnhalle in Friedeburg. Auch warnte er davor, den momentan durch Trockenheit und Borkenkäfer notwendig gewordenen Kahlschlag im Stadtwald dazu zu benutzen, durch die Hintertür doch noch die Umgehungsstraße umzusetzen. Er rief dazu auf, dass jeder vor seiner Haustür Ordnung halten solle. Um das Beste für die Klimaentwicklung zu erreichen wäre jedoch ein neuer Marsch durch die Instanzen zur Erringung der Mehrheit in den Parlamenten notwendig.