Frisches Trinkwasser in der Freiberger Altstadt

Ein Brunnen, der verbindet

Freiberg

Mitten in der Freiberger Altstadt gibt es nun einen neuen Ort zum Innehalten, Erfrischen und Begegnen. In der Pfarrgasse 35 /37 wurde am Donnerstag der erste öffentliche Trinkwasserbrunnen der Stadt offiziell eingeweiht.

Von Mai bis Oktober können Bürgerinnen, Bürger und Gäste dort auf Knopfdruck frisches Trinkwasser entnehmen.

Damit setzt Freiberg ein sichtbares Zeichen für eine klimaangepasste und lebenswerte Stadt. Gerade in Zeiten zunehmender Hitzeperioden und längerer Trockenphasen wird frei zugängliches Trinkwasser im öffentlichen Raum immer wichtiger.

Bürgermeister Martin Seltmann betonte, dass der Brunnen ein konkreter Beitrag für Gesundheit, Aufenthaltsqualität und Lebensfreude in der Stadt sei.

Aus einer Idee wird ein Ort der Freude

Die Geschichte dieses Brunnens begann bereits vor vier Jahren. Damals wurde im Stadtentwicklungsamt erstmals über den Bau eines Trinkwasserbrunnens gesprochen. Angeregt wurde die Idee von Bewohnern der Pfarrgasse, darunter Dr. Horst Richter und Tobias Neubert. Nun ist aus dem Wunsch Wirklichkeit geworden.

Besonders schön ist der Standort. Der neue Brunnen steht dort, wo einst bereits ein historischer Brunnen an einem der ältesten Häuser in Christiansdorf war. Ursprünglich war eine Gestaltung nach historischem Vorbild angedacht.

Aus hygienischen und finanziellen Gründen entschied man sich jedoch für eine moderne, funktionale Variante. Sie ist modern, praktisch und erfüllt genau das, was sie soll. Sie schenkt Wasser.

Dankbarkeit, Stolz und ein Blick nach vorn

Simone Lohse vom Tiefbauamt, die die Baumaßnahme betreut hat, sprach von einem Kostenvolumen von rund 50.000 Euro. Dazu gehören auch die Pflanzkübel und die schöne Bank, die Tobias Neubert gesponsert hat.

Sie lädt zum Verweilen ein und macht den Platz noch einladender. Ein besonderer Dank gilt auch Dr. Horst Richter, der den Brunnen nicht nur mit angeregt, sondern sich auch mit einem Sponsorenbeitrag eingebracht hat.

Zur Einweihung kamen auch Anwohnerinnen und Anwohner aus der Umgebung. Die Freude war spürbar, denn die Pfarrgasse feiert jedes Jahr ein Brunnenfest. Nun gibt es zum Fest auch wirklich einen Brunnen. Damit ist ein lang gehegter Wunsch Wirklichkeit geworden und zugleich ein Stück Stadtraum entstanden, das Menschen zusammenbringt.

Bürgermeister Martin Seltmann machte deutlich, dass dies erst der Anfang ist. Weitere Trinkwasserbrunnen sollen folgen, etwa an der Erbischen Straße, in Friedeburg, im Generationenwohngebiet am Wasserberg und am Bahnhof.

So ist in Freiberg wieder ein kleiner, aber bedeutender Ort entstanden. Ein Ort, der Durst löscht, zum Verweilen einlädt und zeigt, wie wertvoll gemeinsames Engagement für die Stadt sein kann.

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