Frühschicht für den Naturschutz: Helfer in Mittelsachsen im Wettlauf gegen die Zeit

Damit Frösche und Co. überleben wird die Naturschutzstation Weiditz aktiv

Weiditz/Wechselburg

10 Mitarbeiter und Helfer der Naturschutzstation Weiditz haben seit den frühen Morgenstunden die Amphibienschutzzäune entlang der Straße zwischen Wechselburg und Mutzscheroda aufgestellt und mit Fangeimern für die wandernden Frösche, Kröten, Molche und dergleichen bestückt.

 

Ein Wettlauf gegen die Zeit und Trockenheit

Nun heißt es für die Helfer jeden Morgen gegen 7 Uhr die Strecke ablaufen und die Tiere aus den Eimern über die Straße zu tragen, so dass sie ihr Laichgewässer sicher erreichen können. Dabei werden alle Amphibien gezählt und nach Arten in Listen eingetragen um so einen Überblick zu erhalten.

Sorge um rückläufige Artenvielfalt

"Die Anzahl und Artenvielfalt ist hier wie überall rückläufig. Gründe dafür sind vielfältig. Einer ist sicher auch, dass der Waldboden sehr trocken ist, das ist nicht gut für die Überwinterung", berichtet Rebecca Nowak, Mitarbeiterin in der Station seit Anfang 2025 und nun für die naturschutzfachliche Organisation, den Amphibienschutz sowie die Akquirierung von Fördergeldern verantwortlich ist. Etwa 560 Meter ist der Schutzzaun an der Wechselburger Straße lang. Nächste Woche werden weitere Schutzzäune in Elsdorf aufgebaut. "Da können wir bestimmt schon mit Tieren rechnen, deshalb werden uns dabei unsere Jungen Naturwächter unterstützen.Das wird sicherlich interessant für sie. Wir haben im Grundkurs diesmal 11 Kinder", erklärt Rebecca Nowak.

 

Müll-Problematik am Waldesrand

Auch die 19-jährige Linda, die noch bis März als FSJlerin (Freiwilliges Soziales Jahr) in der Naturschutzstation tätig ist, kam beim Schutzzaunaufbau zum Einsatz. Die vielfältigen und abwechslungsreichen Tätigkeiten und die Beschäftigung mit Kindern gefallen ihr gut. Heute sammelte sie unter anderem den Müll aus den Straßengräben und am Waldesrand ein.

 

Zwischen Müll und Rettung: Die Bilanz der Naturschützer

Die Müllmenge habe sich sehr erhöht im Vergleich zu den Vorjahren. Plastikverpackungen, Gläser, kleine Sektflaschen, auch eingewickelte Butter und Windeln waren unter den Fundstücken. Was auch vermehrt zu sehen ist, dass viele ihre Gartenabfälle am Waldesrand ablagern. "Die artfremden Abfälle wie Koniferen Abschnitte gehören nicht hierher. Artfremde Abfälle samen aus und schaden der Natur", stellen die Mitarbeiter fest. Insgesamt sind im Landkreis Mittelsachsen 30 Konfliktpunkte zu betreuen. 2025 wurden 20.075 Exemplare gerettet.

 

 

Osterbasteln in der Naturschutzstation

Am 21. März wird es wieder ein Osterbasteln in der Naturschutzstation geben. Von 13 bis 18 Uhr sind Groß und Klein eingeladen, sich etwas zu basteln oder zu bauen. Hasen, Hühner, bunte Eier. Frühjahrsdeko, Holzfiguren und Kränze, außerdem können Nistkästen und Wildbienenhotels selber gebaut werden und es gibt Kaffee und Kuchen. Es ist keine Anmeldung erforderlich, es sollte bitte ein Unkostenbeitrag für das Bastelmaterial eingeplant werden.

 

Großer Frühjahrsputz am 28. März

Die Naturschutzstation würde sich am 28. März über eine rege Mitarbeit bei ihrem alljährlichen Frühjahrsputz freuen. Ab 9 Uhr soll das Gelände der Naturschutzstation auf Vordermann gebracht werden. Wege, Wiesen und Plätze müssen beräumt werden und auch in den Gärten und am Erlebnispfad gibt es viel zu tun. Als Dankeschön gibt es im Anschluss für alle Helfer ein Mittagessen. Handschuhe und Werkzeug kann zur Verfügung gestellt werden, darf aber auch gern mitgebracht werden.

 

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