Für den sicheren Heimweg

Dekoration Der weihnachtliche Schwibbogen hat eine lange Tradition

Direkt an der Hauptstraße in Altmittweida steht einer und aus den meisten Wohnzimmern in Mittelsachsen strahlt auch in den Abendstunden ein solcher: Die Rede ist vom erzgebirgischen Schwibbogen. Traditionell ist dieser aus Metall gefertigt, wird heutzutage aber immer öfter aus ästhetischen Gründen aus Holz verarbeitet. Entgegen der landläufigen Meinung, der Bogen stelle den Eingang eines Stollens dar, zeichnet die Krümmung tatsächlich den Verlauf des Himmels mit Sonne, Mond und Sternen ab. Die auf dem Bogen aufgesetzten Lichter waren dabei Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie vor allem in den Wintermonaten, also vor allem auch zur Weihnachtszeit, selten zu Gesicht bekamen. Die Lichter des Schwibbogens sollten die Bergleute dabei sicher auf dem Weg in den Stollen wie auch wieder zurück nach Hause begleiten. Der derzeit größte freistehende Schwibbogen befindet sich in Johanngeorgenstadt. Dort wurde auch der älteste Lichterbogen gefunden, der auf das Jahr 1740 datiert werden konnte. So groß und alt ist der Schwibbogen in Altmittweida zwar nicht, ein Blickfang für Passanten ist er dennoch.