Für die Stadt wird's teuer

Kita-Tarifeinigung Freiberg ist auf Mehrbelastung aber vorbereitet

Die Einigung im Tarifstreit um die Gehälter von Mitarbeitern in kommunalen Kindertageseinrichtungen kostet die Stadt Freiberg etwa eine Million Euro mehr. "Das ist die Summe, die wir nach dem Schlichtungsergebnis zunächst für uns errechnet hatten", sagt dazu Oberbürgermeister Sven Krüger. "Da bei der Einigung vor allem eine andere Verteilung der Gelder beschlossen wurde, gehen wir jetzt davon aus, dass sich der Betrag nicht gravierend erhöhen wird." Auf die finanzielle Mehrbelastung sei man gut vorbereitet. Obwohl die Stadt nun höhere Ausgaben hat, ist Sven Krüger dennoch froh über die Einigung. "Dieser Schritt war längst überfällig", meint er. "Freiberg hat, was Kindergärten angeht, eine lange Tradition, die bis tief ins 19. Jahrhundert hinein reicht. Eine gute Bezahlung der Mitarbeiter trägt auch dieser Geschichte Rechnung." Aber es gibt noch einen weiteren Grund, warum das Stadtoberhaupt mit der Einigung zufrieden ist. Denn damit ist die Gefahr von Streiks, welche besonders die Eltern betreffen würden, gebannt. "Ich gebe zu, dass ich froh bin, diese Belastungsprobe nicht noch einmal bestehen zu müssen", so Krüger. "Die Vorbereitungen dazu hatten wir allerdings bereits getroffen." Bei der ersten Streikwelle habe man zu weiten Teilen gut reagiert und versucht, die Belastungen in Grenzen zu halten. Dabei hatten nichtstädtische Einrichtungen ebenso geholfen, wie die Eltern selbst und die Mitarbeiter in den Städtischen Kitas. Derzeit werden in diesen letzteren Einrichtungen 1.461 Kinder betreut. Bei einem Streik wären entsprechend viele Familien betroffen gewesen.