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Fusion auf Augenhöhe wichtig

Interview mit Wechselburgs Bürgermeisterin Renate Naumann

Amtsinhaberin Renate Naumann (CDU) wurde im zweiten Wahlgang in Wechselburg als Bürgermeisterin wiedergewählt. BLICK-Reporter Dennis Heldt sprach mit der CDU-Frau über den Kampf um die Grundschule und die geplante Fusion mit Rochlitz.

Frau Naumann, wie bewerten Sie die Wiederwahl?

Da mir Wechselburg sehr am Herzen liegt, gab es keine Zweifel an einer erneuten Kandidatur und über die erfolgreiche Wiederwahl freue ich mich natürlich sehr.

Welches Projekt hat für Sie in den nächsten Wochen Vorrang?

Der Erhalt der Grundschule beschäftigt uns im besonderen Maße. Hieran hängt die Zukunft von Wechselburg, weil es auch um Hort, Kindergarten und Krippe geht.

Wie genau soll die Grundschule denn langfristig erhalten werden?

Aktuell hätten wir für das Schuljahr 2016/17 wieder eine Schulklasse. Allerdings nur unter Vorbehalt, wir sind natürlich auf die Zustimmung der Eltern angewiesen und wollen bei dort auch weiter für die Grundschule werben. Der Fortbestand der Schulen ist für den ländlichen Raum überlebenswichtig. Wir brauchen hier aber Unterstützung vom Kultusministerium und von den Lehrern. Die Ablehnung des jahrgangsübergreifenden Unterrichtes, der für unsere Einrichtung die Rettung gewesen wäre, ist mir nach wie vor unverständlich. Wir müssen hier weitere Gespräche in Zukunft suchen.

Welche Vorteile sehen Sie in der angedachten Fusion mit Rochlitz?

Wir haben vor einiger Zeit eine Umfrage bei den Bürgern durchgeführt und dabei sprach sich eine Mehrheit für diese Idee aus. Bei einer so kleinen Gemeinde kann man, auch in Anbetracht des demografischen Wandels, nicht alles alleine finanzieren. Uns ist dabei nur wichtig, dass die Fusion auf Augenhöhe stattfindet. Der erste Fragenkatalog wurde bereits erstellt, die Verhandlungen beginnen demnächst. Aus der Bevölkerung kam allerdings mehrfach der Wunsch, noch bis zur 850-Jahrfeier 2018 eigenständig zu bleiben. Insofern bereiten wir uns langsam darauf vor.



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