Gedenkwoche in Frankenberg: KZ Sachsenburg

Historie Sachsenburger Dialog gedenkt der Häftlinge im früheren Konzentrationslager

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Wie im Vorjahr wird am Sonntag mit einer Kranzniederlegung jenen gedacht, die im KZ Sachsenburg gequält wurden. Im Bild Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich. Foto: Ulli Schubert

Frankenberg. Den achten Sachsenburger Dialog veranstaltet am Samstag und Sonntag die Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenburg. Das Gedenkwochenende für die Inhaftierten des KZ Sachsenburg steht unter dem Motto: "Von Sachsenburg nach Buchenwald - Stufen des Terrors vor 80 Jahren".

Ein Konzentrationslager schon vor dem Krieg

In der ehemaligen Spinnerei in Sachsenburg war von den Nationalsozialisten 1933 eines der ersten größeren Konzentrationslager in Sachsen eingerichtet worden. Es hatte bis Juli 1937 bestanden. Die letzten Häftlinge wurden zum Aufbau des KZ Buchenwald gezwungen oder kamen nach Sachsenhausen.

Das Programm

Am Samstag ist zunächst das Haus der Vereine (ehemaliger Bahnhof) Treffpunkt für den Sachsenburger Dialog. Nach der Eröffnung um 10 Uhr sprechen Volker Strehle und Anna Schüller zum Thema "Von Sachsenbug nach Buchenwald - die Wachmannschaften". Ab 12 Uhr referiert Enrico Hilbert über die Häftlinge in Sachsenburg. 14.30 Uhr beginnt ein Zeitzeugen-Gespräch mit Justin Sonder, Überlebender der KZ Auschwitz und Flossenbürg, und seit diesem Jahr Ehrenbürger der Stadt Chemnitz.

Am Sonntag wird zunächst um 10 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal in der einstigen Spinnerei Sachsenburg der Häftlinge und Opfer gedacht. Danach folgt eine szenische Lesung von Mitgliedern der LAG und der Gruppe Quijote, bevor gegen 11.30 Uhr geführte Rundgänge über das Gelände des ehemaligen Lagers beginnen. Gegen 14 Uhr ist das Ende der Veranstaltung geplant.