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Gellert zeigt sich wieder frisch

Reinigung Denkmal des bekanntesten Hainicheners wurde auf Vordermann gebracht

Hainichen. 

Hainichen. Das Denkmal des bekanntesten Hainicheners, des Dichters und Aufklärers Christian Fürchtegott Gellert (1715 bis 1769), mitten auf dem Marktplatz erstrahlt wieder in voller Pracht. Grund dafür ist, dass vor wenigen Tagen die jährliche, professionelle Reinigung des Denkmals durch eine Fachfirma aus Ottendorf-Okrilla anstand.

Wartung ein Mal pro Jahr

"Aus dem städtischen Haushalt werden für diese Wartungsarbeiten pro Jahr 821 Euro eingesetzt", weiß Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger. Dabei wird die Ende der 1990er Jahre mit einer Frischzellenkur wieder auf Vordermann gebrachte Statue seitdem ein Mal pro Jahr fachgerecht gewartet: Neben dem Beseitigen des üblichen Vogelkots wird dabei auch überprüft, dass keine Abplatzungen, Risse, Löcher, Blasen oder sonstige Veränderungen der glatten Oberfläche erfolgt sind.

"Erfreulicherweise wurde durch die Fachleute festgestellt, dass das Denkmal sich in einem guten Zustand befindet", sagte Greysinger erleichtert. Das 1865 anlässlich des 150. Gellert-Geburtstages eingeweihte Denkmal wurde nach einer 1855 vorgelegten Skizze des bekannten Bildhauers Ernst Rietschel (1804 bis 1861) gestaltet.

Instandsetzung fand 1998/99 statt

Ausgeführt wurden die Denkmalsarbeiten allerdings von Rietschels Schüler, dem Bildhauer Friedrich Wilhelm Schwenk (1830 bis 1871), da Rietschel bereits 1861 verstorben war. Rietschels bekanntestes Werk ist zweifelsohne das Goethe-/Schillerdenkmal in Weimar. 1847 hatte sich der Gewerbeverein Hainichen für das Errichten eines Gellert-Denkmals entschieden, um damit nachhaltig an Gellert, der im 18. Jahrhundert zu den meistgelesenen Deutschen gehörte, zu erinnern.

Der Zustand des Denkmals war Ende der 1990er Jahre so bedenklich, dass es nur mit einer Generalsanierung zu retten war. So wurde die Bronze-Statue nach ihrer Instandsetzung 1998/99 mit einer weitgehend witterungsresistenten Schicht überzogen. Seit dem 4. Juli 1999, dem 284. Geburtstag Gellerts, schmückt das Denkmal wieder in alter Pracht den Hainichener Markt.



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