Gemeinderat sorgt sich um Zustand des Bahnhofes

Bau Falkenauer Grundstück zerfällt und muss dringend gesichert werden

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Derzeit kein Blickfang: Der ehemalige Bahnhof im Flöhaer Ortsteil Falkenau. Foto: Knut Berger

Falkenau. Die Mitglieder des Ortschaftsrates Falkenau machen sich große Sorgen über den Zustand des ehemaligen Falkenauer Bahnhofs an der Strecke Dresden-Chemnitz. Dies wurde zur jüngsten Sitzung des Rates deutlich.

"Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis bei einem Sturm einer der völlig kaputten Schornsteinköpfe auf die Straße abkippt", sagte Ortschaftsrat Frieder Neumann. Doch der Gemeinde sind die Hände gebunden. "Der ehemalige Bahnhof ist in Besitz einer Privatperson. Wir als Kommune dürfen da nicht eingreifen, hoffen aber, das der Eigentümer möglichst zeitnah geeignete Maßnahmen zur Objektsicherung ergreifen wird", so der Ortsvorsteher Martin Müller.

Flöhas Oberbürgermeister Volker Holuscha (Linke), der zur Sitzung des Ortschaftsrates anwesend war, versicherte, dass er mit dem Eigentümer im vergangenen Jahr in Kontakt stand. "Er hat auch auf den Schriftverkehr reagiert und ein paar Reparaturen durchgeführt. Aber jetzt besteht wieder Handlungsbedarf, außerdem sieht es im Umfeld alles andere als schon aus", sagte Holuscha.

Etliche Grundstücke im Privatebesitz sind baufällig und gefährlich

Der Bahnhof ist nicht das einzige bautechnische Sorgenkind, mit dem sich Müller derzeit beschäftigen muss. Rund hundert Meter entfernt befindet sich auf dem Grundstück Plauer Straße 24 das ebenfalls in Privatbesitz befindliche Gebäude des ehemaligen Maschinenbauhandels, oder besser gesagt das, was davon übrig geblieben ist.

"Ich habe bereits im August 2015 die Bauaufsicht des Landratsamtes informiert. Doch damals wurde mir gesagt, der Zustand sei noch nicht so schlimm", berichtete Müller. Mittlerweile habe der Zahn der Zeit weiter an der Bausubstanz genagt. "Hier muss dringend etwas passieren", sagte Müller.