Gemeinsam Lösungen finden

Unterbringung von Asylbewerbern Anwohner sind im Gespräch mit der Stadt

Eine schnelle Lösung hatte Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger zwar nicht im Gepäck, als er sich am Mittwoch dieser Woche mit den Anwohnern der Brückenstraße traf, aber einige gute Antworten. Das Wohnhaus mit 40 Einheiten, welches am Ende der Straße liegt, ist seit kurzem nicht nur direkter Nachbar der Asylbewerberunterkunft im Studentenwohnheim Chemnitzer Straße und in der Glück-Auf-Turnhalle, sondern auch eines Zeltes, welches mittlerweile auf dem Turnhallengelände entstanden ist und in das ab dem Wochenende fast 200 Asylbewerber einziehen sollen. Die Bewohner, denen ihre Wohnungen teilweise sogar gehören, haben Ängste, die sie dem Stadtoberhaupt mitteilen wollen. Diebstähle und Einbruchsversuche gab es bereits in jüngster Zeit. Auch der Lärm ist ein großes Problem. Sven Krüger hört ihnen genau zu, gibt Antworten.

"Ich habe heute mit dem Ministerpräsidenten gesprochen", sagt er. "Ich werde ihm die Situation hier und in Freiberg noch einmal schriftlich darstellen. Dann wollen wir gemeinsam nach Lösungen suchen." In Dresden sei offenbar angekommen, dass es so wie bisher nicht weiter gehe. "Was die Kriminalität angeht, will ich nichts schönreden", so Krüger weiter.

"Aber das sind zu großen Teilen Trittbrettfahrer aus Polen oder Tschechien." Die Unterbringung von Asylbewerbern selbst in beheizten Zelten sieht Krüger sehr kritisch. "Das kann keine Lösung für diese Menschen sein", sagt er. "Man stelle sich allein einen strengen Winter vor." Das Problem an der Brückenstraße soll nicht aus den Augen verloren werden. Dazu gehöre, den Bewohnern einen Ansprechpartner in der Landesdirektion zu vermitteln. Er bleibe dran und wird sich kümmern, so der Oberbürgermeister.