Am heutigen Abend öffneten sich die Türen zur Ausstellungseröffnung von Volker Beyer und Claudiu Adrian Toma, organisiert vom Freiberger Kunstverein in Zusammenarbeit mit dem Mittelsächsischen Theater. Mehr als 100 Besucher, Künstlerinnen und Künstler, Freunde und Freundinnen sowie viele Menschen, die Kunst als Lebensbegleiter schätzen, füllten den Raum mit erwartungsvoller Nähe. Es war eine dieser Vernissagen, in denen Gespräche leiser werden, weil Bilder und Skulpturen selbst zu sprechen beginnen.
Ein gemeinsamer Plan der weiterlebt
Die gemeinsame Schau trägt eine Geschichte in sich, die weit über das Gezeigte hinausreicht. Claudiu Adrian Toma war Schüler von Volker Beyer, später wurde aus der künstlerischen Begleitung eine Freundschaft. Nach dem Tod von Tomas Vater übernahm Beyer auch dessen Stelle und wurde damit für den jungen Künstler zusätzlich zu einem verlässlichen Gegenüber. Dass die beiden heute gemeinsam ausgestellt werden, fühlt sich deshalb wie ein stilles Versprechen an, das gehalten wurde.
Volker Beyer als prägende Kraft
Volker Beyer, in Bannewitz bei Dresden geboren, prägte als Bildhauer und Maler über Jahrzehnte die Region. Seit 1991 vermittelte er als Kursleiter an der Volkskunstschule seine Leidenschaft für Holzgestaltung. Große Formen, gewachsen aus Klöpfel und Eisen, standen dabei oft im Mittelpunkt, getragen von einer tiefen Naturverbundenheit. Am 5. September 2025 ist er mit 74 Jahren an Herzversagen gestorben.
Kunst in zwei Handschriften und doch ein Klang
Claudiu Adrian Toma, geboren am 3. April 1974 in Timisoara, studierte Malerei an der Westlichen Universität Timișoara und ist Mitglied der Union der Bildenden Künstler Rumäniens. Für diese Ausstellung wählte er bewusst nur Werke aus, die sein Freund Volker bereits gesehen hatte. Unterschiedliche Stilrichtungen trennen die beiden nicht, sie ergänzen sich. Ihre Künstlerfreundschaft war für beide Ansporn und Freude zugleich. Der Plan für die gemeinsame Ausstellung entstand noch zu Beyers Lebzeiten und nun ist er Wirklichkeit geworden, als berührendes Zeichen von Verbundenheit, Erinnerung und künstlerischer Treue.
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