Geoportal als neue Attraktion

Umgestaltung Auf dem Rochlitzer Berg entsteht ein Besucherzentrum

Geht es nach einem Konzept mit der Überschrift "Die Welt des roten Porphyr", dann soll sich künftig das Plateau des Rochlitzer Berges in einen Ort für Erholung und kreatives Schaffen verwandeln. Damit das gelingt, wurde jetzt vom Rochlitzer Stadtrat grünes Licht für den Umbau des früheren Sozialgebäudes der Steinmetze gegeben. Das bereits seit mehreren Jahrzehnten leerstehende Haus am Gleisbergbruch soll ab Ende Mai zum Besucherzentrum umfunktioniert werden. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf fast 240.000 Euro und werden mit Fördermitteln der Europäischen Union zur integrierten ländlichen Entwicklung (Ile) gestemmt. Die Stadträte haben die Bauleistungen bereits vergeben. Das Los erhielten zehn regionale Firmen. "Geplant ist, dass die Maßnahme im September beendet wird, denn wir möchten das Besucherzentrum gern zum Tag des Geotops einweihen", erklärte Oberbürgermeisterin Kerstin Arndt. In dem Geoportal werden die Besucher nicht nur viel Wissenswertes zum Porphyrgestein erfahren. Auch andere Rohstoffe der Region sollen dort im Fokus stehen. Dazu zählen unter anderem Kiese und Sande, aber auch die heimische Forst- und Landwirtschaft. Weitere Angebote für Touristen, Ausflügler, Schulklassen als auch Fachleute und Wissenschaftler werden neue Besucherzentrum bereichern. "Nach seiner Fertigstellung wird es ein erster wichtiger Baustein innerhalb des Gesamtkonzeptes Land des roten Porphyrs sein", betont die Stadt-Chefin. Das Geoportal sollte schon im vergangenen Jahr entstehen, allerdings hatten wegen des verheerenden Juni-Hochwassers andere Maßnahmen Priorität. Ob in naher Zukunft auch andere leerstehende Häuser auf dem Bergplateau eine neue Nutzung erfahren, bleibt offen. Zwar will Arndt mit weiteren Partnern das 2007 aus der Taufe gehobene Gesamtkonzept zu Ende bringen. Doch derzeit fehlt es noch an Ideen, wie man die restlichen Gebäude mit neuem Leben füllen könnte.