Geringswalder Turm wird saniert

Bau Geringswalder Funkclub lässt Besucher in den Aussichtsturm

Geringswalde . Das Wahrzeichen der Stadt Geringswalde, der König Friedrich-August-Turm ist seit April eingerüstet. Er wird umfangreich saniert. Der gesamte Putz wird abgeschlagen innen sowie außen. Das ist erforderlich, denn die Farbe blättert innen ab und es hat sich Salpeter gebildet.

Dringend sanierungsbedürftig

"Wir haben den Turm jedes Frühjahr sauber gemacht und stellten fest, dass sich die Schäden verschlimmerten. Da es bisher keine richtige Belüftung gibt, kommt es zu einer hohen Luftfeuchtigkeit", berichtet Jens Hammer. Er ist der Chef des Geringswalder Funkclubs, der seit mehr als 15 Jahren den Aussichtsturm von der Stadt gepachtet hat. Die Mitglieder haben im Turmzimmer hoch oben, bevor man über eine Stahltreppe bis zur Aussichtsplattform gelangt, ihre Technik stehen um ihren Hobby nachzugehen. Gleichzeitig gewährleisteten sie den Zugang für Besucher an den Wochenenden und Feiertagen. "Auch melden sich manchmal Gruppen, Schulen und Kindergärten an. Sie wollen die Aussicht von oben genießen. Dann öffnen wir natürlich auch", sagt der Geringswalder Funker, der die Besucherzahlen auf 150 bis 300 jährlich schätzt. Jetzt ruht erst einmal der Besucherverkehr.

Im Oktober dürfen Gäste wieder die Aussicht genießen

Geplantes Bauende und Abschluss der Sanierung ist für den 3. Oktober, den Tag der Deutschen Einheit vorgesehen. Bis dahin soll auch noch das Metallgeländer innen, das zu gefährlich ist besonders für Kinder, verändert werden. Die Holzfenster, an denen der Zahn der Zeit genagt hat, werden auch erneuert und es wird eine Belüftungsanlage eingebaut. Der Aussichtsturm mit seinen 128 Stufen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Bis vor einigen Jahren fand auch jährlich das Turmspritzen statt.

Auch die Funker, die früher rund 40 Mitglieder waren, veranstalteten Feste. "Aber als die Resonanz darauf abnahm und weniger Besucher kamen, haben wir diese Aktion eingestellt", berichtet Jens Hammer. Aber dennoch freuen sich die Vereinsmitglieder, inzwischen sind es nur noch 25, über das Interesse der Besucher an ihrem Hobby. Um auf die Plattform zu gelangen, von wo aus man bei guter Sicht bis zum Fichtelberg und dem Völkerschlachtdenkmal schauen kann, müssen die Besucher durch das Funkerzimmer und es werden oft Fragen über die "Funkerei" gestellt. Ein Vereinsfunker habe schon mal Kontakt bis England gehabt. Der Turm ist wieder nach der Sanierung an den Wochenenden von 15 bis 17 Uhr geöffnet.