Germania in die Landesliga geführt

Menschen Uwe Schneider ist Übungsleiter bei Mittelsachsens bestem Fußballverein

Mittweida. 

Mittweida. Hinter den Fußballern des SV Germania Mittweida liegt ein ereignisreiches Jahr. Im Sommer wackelten im Stadion am Schwanenteich alle Grashalme, als der Aufstieg in die Landesliga besiegelt war. Mit 61 Punkten und acht Zählern Vorsprung hatte die Truppe von Trainer Uwe Schneider souverän den Staffelsieg in der Landesklasse Mitte errungen und damit die Tickets für die höchste Spielklasse des Freistaats Sachsen gebucht. Zuvor hatten die Mittweidaer, die bei der Besetzung des Kaders insbesondere auf den eigenen Nachwuchs setzen, das Niveau in der Landesklasse mitbestimmt, nun gelang endlich der Sprung nach oben. Nicht nur Germanen- Chef Harald Kaehs jubelte über den größten sportlichen Erfolg der Vereinsgeschichte.

Seit der Jugend eng zum Fußball verbunden

Seitdem ist den Kickern der raue Wind der Sachsenliga kräftig um die Ohren geflogen, das Team überwintert mit 14 Zählern auf Abstiegsplatz 15. Eine bessere Bilanz vergab der Neuling in den letzten drei Partien des Kalenderjahres. "Da hätte ich gern den einen oder anderen Zähler mitgenommen, da es gegen direkte Konkurrenten aus der Abstiegszone ging. Wir gingen jedoch völlig leer aus", sagte Coach Schneider, der die achte Saison die Verantwortung trägt. Dennoch wollte er nicht den Pinsel in schwarze Farbe tauchen. "Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nur zwei Punkte, wir sind im Kampf um den Klassenerhalt weiter voll dabei", sagte der 58-Jährige. Langzeitverletzte gebe es in seinen Reihen derzeit nicht, personelle Veränderungen in der Winterpause wollte der Trainer aber nicht ausschließen. Der gebürtige Döbelner ist dem Fußball seit der Jugend eng verbunden. Für die BSG Chemie Böhlen absolviert der ehrgeizige Coach unter anderem 14 Spiele in der DDR-Oberliga sowie viele Partien in der DDR-Liga. Später schnürte er für den DDR - Ligisten Aktivist Borna die Töppen, beendete nach der Wende jedoch zügig seine sportliche Laufbahn. "Das hatte berufliche Gründe, weil ich nach 1990 einen Familienbetrieb gründete und heute noch führe", sagte Schneider. Der ausgebildete Diplom- Sportlehrer, der an der DHfK Leipzig seine Ausbildung durchlief, blieb jedoch dem runden Leder treu und widmete sich dem Traineramt. Dabei agiert er bis heute stets im Hobbybereich, jedoch verbunden mit einem leistungsorientierten Anspruch.