Geschichten aus 150 Jahren Schule

Geschichte Ehemalige Schüler und Lehrer kramen Erinnerungen hervor

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Karsta Hönicke zeigt in ihrem Kino die interessante Dokumentation. Foto: Andrea Funke

Penig. Auf zahlreichen Schautafel kann die Geschichte der alten Schule Penig in Karsta´s kleinem Kino nachvollzogen werden. Die Dokumentation entstand anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Schule, die jetzt das Freie Gymnasium beherbergt. Schulleiterin Uta Steffen hatte nach einem Aufruf einiges an Material, Fotos, Dokumente und Geschichten erhalten und aufbereitet. Jetzt ist die Schau im Kino zu sehen.

Auch Kinobetreiberin Karsta Hönicke trug dazu bei. Ihre Tante Liselotte Hausmann bestand die "Sechsstufige höhere Abteilung der Volkshochschule" 1931 mit Note IIa, einer sehr guten Zwei. Ihr Vater, Druckereibesitzer, war darauf so stolz, dass er eine neue Schriftart, die Unger Frakturschrift herausgab. Er druckte mit dieser Schrift auf Büttenkarton Karten und sandte sie an verschiedene Leute. Interessant ist auch das Zensurenbuch, in dem nur die Unterschrift des Vaters oder eines Vertreters verlangt wurde. Die Schautafeln wurden inzwischen mit einigen Sachen, wie Schiefertafel, Ranzen, Büchern, Heften und Pionierbekleidung, Fahnen und Trommeln ergänzt.

Erinnerungen in Fotos festgehalten

Vieles stammt aus dem Fundus von Inge Wingrich, die 28 Jahre als Lehrerin dort tätig war. Sie hatte auch viele Jahre das Lehrerkollegium in Bildern festgehalten. Ebenfalls vorhanden ist noch eine Flaschenpost, die 1973 beim Einbau eines Plattenweges von Schülern vergraben wurde. Sie hätten bei 30 Grad Hitze freiwillig gearbeitet, ist da zu lesen. Horst Reichenberger berichtet von einer AG Flugmodellbau, die sich von 1955 bis 1965 auf dem Dachboden befunden hätte.

Elmar Kästner erinnert sich noch an die Seidenraupenzucht in den Sommerferien in den Klassenräumen. Schüler wurden zum Fütterungsdienst eingeteilt und mussten Maulbeerblätter im Gelände der Schule sammeln. Wolfgang Uhlig beteiligte sich 1940 an einem Preisausschreiben der Jungen Pioniere und bekam für seinen 2. Platz ein Akkordeon geschenkt. Er verkaufte es und schaffte sich dafür lieber Teile für ein Fahrrad an. Die Ausstellung ist bis 20. Februar dienstags bis samstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet.