Gestalten - das ist Gerhards Welt

Vorgestellt Gerhard Sonntag aus Lunzenau sprüht immer vor neuen Ideen

Lunzenau. 

Dass es jung erhält, wenn man auch im Alter jenseits der 70 Jahre kreativ ist, dafür ist der Lunzenauer Gerhard Sonntag ein gutes Beispiel. Der umtriebige 75-Jährige ist immer auf Achse, um in "seinem" Lunzenau etwas zum Besseren zu verändern. Seine Kreativität ist auch in der Stadtverwaltung längst bekannt. Nicht nur, weil Gerhard schon viele Jahre Mitglied im Stadtrat ist, sondern weil er bereits oft einen Geistesblitz hatte, wenn keiner mehr so recht weiter wusste. "Da ich in meinem Leben mehrere Jobs hatte, fällt mir fast immer etwas ein", begründet der Lunzenauer, wieso er vor Ideen nur so sprüht. Seine Frau Heike kommentiert das so: "Wer goldene Hände hat, muss immer ran." Doch wie ist Gerhard Sonntag zu dem geworden, was er heute ist? "Ich war Tischler im Möbelwerk Schkeuditz, dann Fertigungstechnologe und schließlich habe ich in Chemnitz als Gießer gearbeitet", nennt er einige seiner Jobs. Später war er im Heizungsbau Burgstädt beschäftigt und dann im Kreisbaubetrieb Chemnitz Land, wo Gerhard auch das Schweißen erlernte. Schließlich arbeitete er noch bis 1992 bei der Baubetreuung, die im Gewerbegebiet Mühlau ihren Sitz hat. In seinem Lunzenau, das er gern zu einer Gartenstadt machen möchte, hat er bereits Pflanzringe für Bäume, das Gestell für den Osterbrunnen, die überdimensionale Metallstele an der Zwickauer Mulde, eine Hebebühne am alten Firmenstandort eingebaut sowie aus Stahl und anderen Materialien einen 70 Zentimeter hohen Metallfrosch für den Brunnen der Goldenen Höhe in Göritzhain zusammengebaut. "Etwas gestalten, das ist meine Welt", bringt er sein Tun auf den Punkt. Gerhard Sonntag ist für sein unermüdliches Engagement kürzlich neben weiteren fünf Lunzenauern ausgezeichnet worden.