Gibt es bald mehr Geld für Kulturräume?

Förderung Kultursekretär fordert mehr Planungssicherheit vom Landtag

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Foto: Getty Images/iStockphoto/Stefan Ataman

Flöha. In den letzten Jahren beschäftigte sich eine Expertengruppe, der auch Wolfgang Kalus vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen angehörte, mit der Wirksamkeit des Sächsischen Kulturraumgesetzes. Dieses einzigartige Fördermodell hat sich bewährt und ist besonders auch für die ländlichen Regionen existenziell wichtig - für die Erhaltung und die Weiterentwicklung der so breiten und bunten Kulturlandschaft der Region.

"Aufgrund der unzureichenden Finanzausstattungen der Kulturräume bleibt uns aber kaum noch die Möglichkeit zur Gestaltung", so Wolfgang Kalus, der dienstälteste Kultursekretär Sachsens, der seit 1994 in dieser Funktion tätig ist. So mussten zum Beispiel aufgrund der wirtschaftlichen Zwänge in den vergangenen 25 Jahren mehrere Theater und Orchester im Freistaat fusionieren.

Forderung nach Landesmitteln

"In vielen Bereichen der Kultur fehlt es seit Jahren an den notwendigen finanziellen Mitteln für eine auskömmliche Finanzierung - diese hat es nie gegeben. Die Kulturräume könnten aber diese enorme Schere nicht mehr schließen. Gemeinsam mit den kommunalen Trägern der Kultur und den beiden Mitgliedslandkreisen des Kulturraumes wurden in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, die Breite und Vielfalt der Kultur in diesem Kulturraum zu erhalten.

"Im Rahmen der nun laufenden Diskussion und Anhörung zur Novellierung des Kulturraumgesetzes im Sächsischen Landtag fordere ich aber ein deutliches Mehr an Landesmitteln für die Kulturräume und eine mittelfristige Planungssicherheit betreffs der Höhe der zu erwartenden Landeszuweisungen", so Wolfgang Kalus.