Glocken bald wieder da

Pläne Neues und altes Geläut

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Hons-Ferdinand Schramm (r.) übergibt den Förderbescheid für die Glocken der Kirche in Bieberstein an den Vorsitzenden des Hilliger-Vereins Volker Haupt. Foto: Wieland Josch

Bieberstein. Nein, in diesem Jahr werden sie noch nicht zum Weihnachtsfest läuten, die Glocken der Kirche in Bieberstein. Das hat mehrere Gründe. Der wesentlichste ist wohl, dass gar kein Geläut auf dem Kirchturm derzeit zu finden ist. Im Mai 2015 wurden die drei Glocken herab geholt, denn der Stuhl war so unsicher geworden, dass schon seit einigen Jahren nichts mehr dort oben in Bewegung gesetzt werden durfte. Neben zwei Stahlglocken aus den 1950er Jahren war auch eine Glocke aus der Gießerei er bedeutenden Familie Hilliger dabei, die von 1475 stammt. Der Hilliger-Verein, der sich um das Erbe der Gusskünstler verdient macht, ließ die Schäden mittlerweile reparieren und sie steht jetzt wieder in der Kirche, darauf wartend, ihren alten Platz einnehmen zu können. Die zwei Stahlglocken hingegen werden nicht wieder auf den Turm zurückkehren. Vielmehr werden im Januar zwei neue Glocken nach Hilliger-Vorbildern durch den Verein gegossen. Damit das möglich wurde, haben auch die Gemeindemitglieder gespendet und gesammelt. Etwa mit einem Benefizkonzert, welches der Gemischte Chor Reinsberg gab. Endgültig gesichert war das Projekt, nachdem die Sparkasse Mittelsachsen durch ihren Vorstandsvorsitzenden Hans-Ferdinand Schramm einen Förderbetrag an Volker Haupt, Vorsitzender des Vereins übergab. "Das ist eine große Freude und Hilfe", sagte Haupt, der den Bescheid auf dem Freiberger Christmarkt entgegen nehmen konnte. Ganz getan ist mit der Schaffung der zwei neuen Glocken das Werk dennoch nicht, denn damit sie im nächsten Jahr die Weihnacht einläuten können, braucht man auch noch einen neuen Glockenstuhl.