Gotteshaus erstahlt in neuem Glanz

Sanierung Bauarbeiten an Mittweidaer Stadtkirche fast abgeschlossen

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Bernd Köhler zeigt Verzierungen an der Mittweidaer Stadtkirche. Foto: Uwe Schönberner

Mittweida. "In der nächsten Woche sollen die Sanierungsarbeiten an der Chorfassade abgeschlossen werden". Das sagte Gerd Köhler aus dem Vorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde zum aktuellen Stand der aufwändigen Sanierungsmaßnahmen, die an der über 500 Jahre alten evangelisch-lutherischen Kirche "Unser lieben Frauen" Mittweida seit Anfang 2016 im Gange sind.

Im Rahmen der Chorsanierung wurden innerhalb des zweiten Bauabschnittes vor allem die Relief-Arbeiten aus Rochlitzer Porphyrtuff gereinigt, ausgebessert und Teilstücke erneuert. "Das passierte nach konkreten Vorgaben des Landesamtes für Denkmalschutz und wurde vom beauftragten Architekturbüro Hartung + Löffler aus Chemnitz auch regelmäßig kontrolliert", erklärte Maria Görlitz, die Vorsitzende des Vorstandes der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Mittweida.

Ausgrabungen werden in einem Museum gezeigt

Im vergangenen Jahr gingen die Tiefbauarbeiten entlang der Nordostseite des Chores einher mit archäologischen Grabungen zum Freilegen und Bergen von Bestattungsresten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Diese sollen später im Museum "Alte Pfarrhäuser" Mittweida auch der Öffentlichkeit präsentiert werden. Insgesamt umfassen die Sanierungsarbeiten einen finanziellen Aufwand von etwa 511.000 Euro. Allein die Investitionen des zweiten Bauabschnittes betragen etwa 180.000 Euro.

Über das Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" erfolgte eine günstige Förderung, die diese Sanierung erst ermöglichte. Das Rekonstruieren der über 100 Jahre alten, 13 Bleiglasfenster erwies sich ebenfalls als dringend notwendig. In engem Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung soll nun im dritten Bauabschnitt das Außengelände neu gestaltet werden.



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