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"Grünes Klassenzimmer" am Schwarzteich

Natur In Herrenhaide lernen Siebentklässler aus Hartmannsdorf die Fauna und Flora hautnah kennen

Herrenhaide/Burgstädt. 

Herrenhaide/Burgstädt. Nicht zum ersten Mal findet sich eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der siebenten Klasse der Europäischen Oberschule Hartmannsdorf in der Naturschutzstation Herrenhaide des NABU Burgstädt ein: "Wir sind bereits das sechste oder siebente Mal in diesem Jahr hier", sagte Biologie- und Chemielehrerin Lidia Baumgärtner dazu, wie viel Mal die kleine Truppe von Naturbegeisterten 12/13-Jährigen hier bereits vor Ort war.

Diesmal stand unter dem Begriff "Tümpeln" das Näher-Kennen-Lernen von Leben am und im Schwarzteich auf dem Programm. Zwar bot windiges, kühles Herbstwetter keine optimalen Bedingungen für diesen Outdoor-Unterricht, doch die Mädchen und Jungen waren mit viel Interesse bei der Sache und versuchten - mit Köchern "bewaffnet" - Tiere zu fangen, um sie dann zu bestimmen, zu fotografieren und danach wieder frei zu lassen.

Invasion der Kamberkrebse

Darunter waren auch einige Kamberkrebse, die Joachim Röder vom NABU Burgstädt bereits am Abend vorher gefangen hatte. Diesen aus Nordamerika stammenden Flusskrebs, der als invasive Art auch mehr und mehr in Europa vorkommt, konnten die jungen Naturfreunde dadurch aus nächster Nähe betrachten. Mit ihren scharfen Scheren flößten die Schalentiere einigen doch Respekt ein.

Oft ist der Kamberkrebs in der Region mittlerweile bereits die häufigste Flusskrebsart. Seine Ausbreitung wird durch aktives Umsetzen der Tiere durch den Menschen begünstigt, was jedoch laut den Fischereirechten und dem Bundesnaturschutzgesetz verboten ist. Der Kamberkrebs wurde 2016 in die "Liste der unerwünschten Arten" der Europäischen Union aufgenommen.

Erst entdecken - dann erforschen

Weiterhin wurden mehrere Wasserbe- und anwohner aus nächster Nähe betrachtet. Köcherfliegen-Larven nebst Spuren, Wasser-Skorpion, Gründlinge und Stichlinge waren weitere Tiere, die während dieser Stunde im "Grünen Klassenzimmer" für Abwechslung sorgten. Das Auswerten dieser spannenden Tümpel-Funde erfolgt dann später im Biologie-Unterricht. Der Schwarzteich befindet sich inmitten des rund 3,5 Hektar großen Terrains der Naturschutzstation.



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