Graf Nostitz gibt sich die Ehre: Tradition, Geschmack und Sortenvielfalt beim Streuobsttag

In Eppendorf stehen spezielle Obstsorten im Fokus

Eppendorf

Zum 15. Mittelsächsischen Streuobsttag des Landschaftspflegeverbandes Mulde/Flöha e.V. sollen zwar nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Dennoch spielen diese beiden Obstsorten am 25. Oktober zwischen 10 und 16 Uhr im Alten Bahnhof in Eppendorf eine dominierende Rolle.

Über 200 verschiedene Sorten

Dann werden in der größten Obstsortenausstellung Mittelsachsens über 200 verschiedene Apfel- und Birnensorten vorgestellt. "Wir setzen damit unser langjähriges Engagement zum Erhalt alter Obstsorten und der Streuobstwiesen im Landkreis Mittelsachsen fort", sagt der Geschäftsführer des Verbandes, Jörg Semmig.

Klangvolle Namen

Neben einer Vielzahl von altbewährten standorttypischen Kernobstsorten mit zum Teil klangvollen Namen wie Graf Nostitz, Minister von Hammerstein und Geheimrat Dr. Oldenburg sind auch neuere deutsche und tschechische Sorten mit resistenten Eigenschaften sowie Sorten aus der Müncheberger und Pillnitzer Züchtung zu sehen.

Regionale Sorten

Auch die sächsische Obstsorte des Jahres 2025, der Rote Hauptmannsapfel, wird in der Ausstellung gezeigt. Die Mehrzahl der ausgestellten Sorten stammt von Streuobstwiesen aus der Region. Die Besucher können sich über spezifische Standortansprüche, Lagerfähigkeit, Geschmack, Herkunft und weitere Eigenschaften der ausgestellten Sorten informieren. Ausgewählte Sorten aus dem Streuobstanbau können verkostet werden.

Eine seltene Gelegenheit

Zudem bietet sich die seltene Gelegenheit, sich von der Geschmacks- und Verwendungsvielfalt von traditionellen alten Streuobstsorten, die im Handel meist schon seit langem nicht mehr erhältlich sind, zu überzeugen.

Beratungsangebot

Die Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes beraten zu Fördermöglichkeiten für die Ergänzungs- oder Neuanpflanzung von Streuobstwiesen, zur Sortenauswahl, Bezugsquellen für Pflanzgut, Möglichkeiten der Obstverwertung, Baum- und Wiesenpflege und vielem mehr.

Experte bestimmt Sorten

"Wir bieten an diesem Tag einen weiteren Service an. Wer gern einmal wissen möchte, welche Sorte zum Beispiel auf dem Baum im eigenen Garten wächst, der kann seine Früchte ab 11.00 Uhr von einem Pomologen bestimmen lassen. Dazu sollten drei bis fünf Stück mitgebracht werden", so Semmig.

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