Graffiti-Künstler machen Geschenk

Jugend Das "Riot" in Lichtenstein ist 20 Jahre alt und präsentiert sich kunterbunt

Das Kinder- und Jugendzentrum "Riot" hat sich zum 20. Geburtstag etwas Besonderes einfallen lassen. Neben Veranstaltungen gab es auch die Neugestaltung der Fassaden, an denen sich knapp 20 Graffiti-Künstler austoben konnten. "Wir durften frei entscheiden, was wir machen", sagt mit Rico Gruner einer von ihnen, relativiert diese Einschätzung dann aber doch ein wenig. Politische Themen sollten außen vor bleiben und anzüglich Motive waren ebenfalls unerwünscht. Denn Kreativen mit ihren Spraydosen fiel aber dennoch genug ein und auch vom zeitweiligen Regenwetter ließen sie sich nicht zu sehr stören. Ein märchenhafter Baum, Gesichert und allerlei grafische Motive entstanden beispielsweise. Schon vor der großen Aktion gab es bunte Bilder am "Riot", die ebenfalls an die Wände gesprüht wurden. Laut Rico Gruner sei es aber nicht unüblich, dass sie irgendwann übermalt werden. Nicht nur die Neugestaltung sorgt für gute Laune im Kinder- und Jugendzentrum. Eine Spende der Städtischen Wohnungsgesellschaft und der Wohnungsgenossenschaft Lichtenstein, die zusammen 3500 Euro für die Erneuerung des Eingangsbereiches zur Verfügung stellen, ging im Rahmen des Geburtstages ebenfalls ein. Carsten Schaaf,. Leiter des Jugendzentrums, freut sich, dass die Baumaßnahme demnächst erfolgen kann. Perspektivisch müsse auch noch der Fußbodenbelag erneuert werden. "Insgesamt sind wir mit den Bedingungen aber wirklich zufrieden. Es gibt hier viele Möglichkeiten für die Besucher", sagt Schaaf, der seit 15 Jahren im Jugendzentrum arbeitet und seit 2003 der Leiter ist. Vor allem die weitläufigen Flächen für den Sport schätzt der Diplom-Sozialpädagoge. Die Zielgruppe der Einrichtung sei breit gefächert und umfasst Besucher zwischen sieben und 27 Jahren.