Grippewelle breitet sich aus

Influenza Knapp 150 Fälle im Landkreis Mittelsachsen

grippewelle-breitet-sich-aus
Uta Siling, Inhaberin der Rats-Apotheke Mittweida, mit einigen Medikamenten für den Erklätungs- oder Grippefall. Foto: Dennis Heldt

Mittweida/Freiberg. Die Virusgrippe, auch "echte" Grippe beziehungsweise Influenza genannt, breitet sich in Mittelsachsen aus. Dem Landratsamt zufolge sei die Zahl der Erkrankungen seit dem Jahreswechsel sprunghaft angestiegen. 148 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle seien in dieser Woche im Landkreis gemeldet worden, teilte die Pressesprecherin des Landratsamtes Lisa-Maria Schöne mit. Es sei anzunehmen, dass diese Zahl in der kommenden Woche noch weiter steige, so Schöne weiterhin.

Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, würden derzeit zu etwa 98% Influenza-A (H3N2)-Viren zirkulieren, die dafür bekannt seien, insbesondere bei älteren Menschen und kleinen Kindern schwere Krankheitsverläufe zu verursachen.

In Mittweida und Umgebung sieht man der Ausbreitung der Grippewelle jedoch gelassen entgegen: "Wir bemerken zwar einen deutlichen Anstieg von Beschwerdefällen, dieser ist bisher aber nicht größer als in den Jahren zuvor auch und aufgrund der Witterung normal", berichtet die Mittweidaer Apothekerin Stefanie Pönitz. Besonders betroffen seien jedoch auch in Mittweida einige Kindertagesstätten.

Die häufigsten Symptome der Virusgrippe sind Fieber, Hals-, Nasen- und Gelenkschmerzen. Auch dem Mittweidaer Krankenhaus machen Influenzafälle zu schaffen: "Wir behandeln einige Personen mit schwerem Krankheitsverlauf, die an der Grippe erkrankt sind. Es sind aber nicht mehr Fälle als sonst auch, einen außerordentlichen Anstieg können wir aktuell nicht vermelden", so die Sprecherin des Landkreis Mittweida Krankenhauses, Jana Weißflog.

Wer sich vor dem ansteckenden Virus schützen möchte, der sollte sich vor allem der Witterung entsprechend kleiden, nach Einkäufen zu Hause stets die Hände waschen und viel trinken und Obst essen, so die Apotheker.