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Großer Bahnhof für Kultur

Idee Mittweidaer Fraktion für Zug-Station als Kultureinrichtung

Mit dem russischen Investor Kirill Kubushka hat der Mittweidaer Bahnhof seit April 2013 einen neuen Eigentümer. Der Investor ersteigerte die schon seit Jahren leerstehende Bahnstation innerhalb einer Telefon-Auktion für 47.000 Euro. Allerdings hat sich bis heute nicht gerade viel getan, um das Gebäude wieder zu beleben. Weil die Suche nach potentiellen Mietinteressenten schwierig ist und scheinbar schleppend vorankommt, hat jetzt die Stadtratsfraktion "Die Linken" vorgeschlagen, die Nutzung des Bahnhofs als Kultureinrichtung durch die Stadt prüfen zu lassen. "In Mittweida fehlt es im Augenblick an einer Kultureinrichtung, die beispielsweise mit dem Stadtpark in Frankenberg vergleichbar ist", betont der Fraktionsvorsitzender Torsten Bachmann. Seiner Meinung nach bietet die Mittweidaer Immobilie gute Bedingungen für einen Kulturbahnhof. "Das Haus ist baulich gesehen in einem akzeptablen Zustand und verfügt außerdem über genügend Platz für einen Saal samt Bühne sowie die gastronomische Versorgung der Besucher, meint Bachmann. Die Umsetzung dürfte allerdings schwierig werden, denn die Immobilie befindet sich in privaten und nicht städtischer Hand. Außerdem liegen derzeit der Kommune keine Anhaltspunkte der Linksfraktion vor, wie die Maßnahme umgesetzt werden könnte. Mittweidas Oberbürgermeister Matthias Damm möchte daher zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Prognose abgeben, ob ein Kulturbahnhof überhaupt realistisch ist und verweist auf BLICK-Nachfrage auf Spielregeln innerhalb des Mittweidaer Stadtrates: "Solange nicht annähernd eine Untersuchung zur Finanzierbarkeit und den Folgen vorliegt, einmal abgesehen von den tatsächlichen Eigentumsverhältnissen, kann von der Kommune keinerlei Einschätzung vorgenommen werden."