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Großhartmannsdorf in Feierslaune: Festwoche im Dorf

Jubiläum Festwoche beginnt am 17. August

Großhartmannsdorf. 

Großhartmannsdorf. In welchem Jahr die einzelnen Ortsteile der heutigen Gemeinde Großhartmannsdorf dereinst gegründet wurden, lässt sich leider bis heute nicht genau bestimmen, denn es fehlen die Unterlagen dazu. Doch dürften Großhartmannsdorf, Obersaida, Mittelsaida und Niedersaida allesamt im Zuge der regionalen Erschließung durch Gründung der Klöster und dem Beginn des Freiberger Bergbaus entstanden sein. Das wäre um das Jahr 1200 herum zu verorten. Klar ist aber das Jahr, in dem sich drei dieser Teile zu einer Gemeinde zusammenschlossen, nämlich 1993. Allein Niedersaida brauchte noch ein Jahr, bis es dazustieß.

Alle Facetten des Dorflebens

Dieses Ereignis vor 25 Jahren ist ein guter Grund, mit einer Festwoche zu feiern. Diese beginnt bereits an diesem Freitag, den 17. August und endet am Sonntag, den 26. August. Und natürlich sind alle, die gerne dabei sein möchten, herzlich eingeladen. Den Auftakt macht eine Festveranstaltung im Mayoratsgut, zu der geladene Gäste erwartet werden.

Ab Samstag präsentieren sich die Ortsteile sowohl einzeln als auch gemeinsam mit allen Facetten des Dorflebens. Ein Tag der Sportvereine macht dabei den Anfang am Samstag. Fußball, Crosslauf, Volleyball oder Walking stehen unter anderem im Mittelpunkt. Eine Sternwanderung bildet den Abschluss.

Passend zum Sonntag findet am 19. August der Tag der Kirchgemeinden statt. Teil davon ist neben einem Familiengottesdienst in Mittelsaida eine Wanderung zur Großhartmannsdorfer Kirche. Show, Pop- und Blasmusik, Festzelttreiben, Rummel, Löschangriff der Feuerwehren oder Frühschoppen sind die Höhepunkte vom 24. bis 26. August auf dem Festplatz im Ortsteil Großhartmannsdorf.

Natürlich ist man seit 25 Jahren auf eine sehr gute Art in der Gemeinde Großhartmannsdorf miteinander verbunden. Und doch gibt es die eine oder andere kleine Rivalität. Diese allerdings ist beinah immer von fröhlicher Natur. Das zeigt sich unter anderem bei den in den Ortsteilen stattfindenden Vogelschießen, wobei sich niemand die Butter vom Brot nehmen lassen möchte. Alles in allem stellt die Gemeinde heute ein einheitliches Bild dar, und trotzdem bewahren sich ihre einzelnen Teile die Individualität. Wie diese sich ausdrückt, lässt sich an den vier Tagen der Festwoche erleben, an denen sich die Orte vorstellen.

Den Anfang macht am Montag, den 20. August, Niedersaida. Also jenes Dorf, welches erst 1994 zu den anderen hinzukam. Am Nachmittag gibt es eine geführte Wanderung und am Abend einen Talentwettbewerb für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre. Ein anschließend gezeigter Dokumentarfilm beschreibt den Wandel des Dorfes. Obersaida folgt am Dienstag. Hier steht mit einem Volleyballturnier vor allem der Sport im Mittelpunkt. Mittelsaida präsentiert sich am Mittwoch. Es ist dafür ein Programm aus Musik und Geschichte ab 15 Uhr vorbereitet. Den Abschluss macht das namengebende Großhartmannsdorf am Donnerstag. Neben viel Musik gibt es ab 18 Uhr eine Spaßversteigerung zugunsten der Kinder im Ort.

Übrigens hat der Ortsteil Mittelsaida ebenso wenig wie Ober- und Niedersaida etwas mit der Stadt Sayda zu tun? Mag der entsprechende Teil des Namens auch so ausgesprochen werden und mag Sayda auch nicht allzu weit weg liegen, Teil davon waren sie nicht. Der Name leitet sich von dem Saidenbach ab, der an dieser Stelle durch das Land fließt. Schon seit 1185 ist Mittelsaida verbürgt, was einer Urkunde des Klosters Zella zu entnehmen ist. Eine der wenigen erhaltenen Wehrgangkirchen ist hier zu finden. Schon von außen ist ihr das Außergewöhnliche anzusehen. Ein Besuch während der Festwoche bietet sich an.

Mehr dazu findet sich unter www.gemeindefest-grosshartmannsdorf.de.



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