Größte Orgel Mittelsachsens soll saniert werden

Ehrenamt Orgelverein Stadkirche Mittweida e.V. sammelt Spenden

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Die Ladegast-Jehmlich-Orgel in der Stadtkirche von Mittweida soll ab 2018 aufwändig saniert werden. Foto: Uwe Schönberner

Mittweida. Der Orgelverein Stadkirche Mittweida e.V. ist stolz auf das Instrument. Die 1887 von Friedrich Ladegast erbaute und 1931 von Jehmlich Orgelbau Dresden umgebaute und erweiterte Orgel ist die Größte in Mittelsachsen und die Sechstgrößte in ganz Sachsen. "Zudem ist sie für ihr Alter auch noch ganz gut in Schluss", sagt Frank Czerner, Mitglied im Orgelverein Mittweida. Doch auch er muss zugeben, dass Wind, Wetter und die Zeit an der Orgel in der Stadtkirche Mittweida genagt haben. "Beim Spielen hört man mittlerweile schon, dass einzelne Töne verstimmt sind", erzählt der Orgelfreund.

Im kommenden Jahr soll die Orgel daher umfangreich saniert werden. "Die ersten Pfeifen wurden bereits ausgebaut. Zu Weihnachten ist die Orgel aber noch spielbar", erklärt Christiane Marie Sander, Vorstandsmitglied im Orgelverein und Kantorin der Stadtkirche. Direkt nach Ostern soll die Sanierung dann richtig starten. Geplant ist eine Fertigstellung bis Dezember 2018. Dann soll es auch ein Konzert zur Einweihung der Orgel geben. "Der Termin steht aber noch nicht ganz genau fest. Wir müssen erst schauen, wie der Zustand ist, wenn alle Pfeifen ausgebaut sind", weiß Christiane Sander.

Auf der Tastatur wurde schon in den 30er Jahren gespielt

Für die Finanzierung der Bauarbeiten an der Orgel werden derzeit noch Spenden gesammelt. Die Kontodaten sind auf der Website des Orgelvereins Mittweida abrufbar. Vor der jetzt anstehenden großen Sanierung fanden in der Vergangenheit bereits kleinere Reparaturen an der Orgel statt. "In Teilen der Orgel war der Holzwurm. Doch die Tastatur und die Register sind noch aus den 30er Jahren. Das kann nicht einfach so ersetzt werden", erzählt Frank Czerner. Mit einer speziellen Holzbehandlung konnte das Problem aber beseitigt werden. "Der Arbeitsabschnitt Holzwurmbeseitigung ist abgeschlossen", bestätigt Christiane Sander.

Wie Czerner ist auch die Kantorin Sander von der Ladegast-Jehmlich-Orgel in der Stadtkirche begeistert. Mit ihren 72 Registern ist sie musikalisch ausgesprochen vielfältig. "Auf der Orgel ist ein großes musikalisches Spektrum darstellbar. Ich kann auf der Orgel alles vom frühen Bach bis in die Gegenwart spielen. Das ist schon etwas Besonderes", schwärmt die Organistin Christiane Sander.