Große Änderungen stehen bei Gemeindefeuerwehr bevor

Zukunft Arbeitskreis hat Vorschläge für Erneuerung der Strukturen erarbeitet

Leubsdorf. 

Leubsdorf. Bei der Gemeindefeuerwehr Leubsdorf brennt es lichterloh, deshalb hat Gemeindewehrleiter Falk Berger Alarm geschlagen. Allerdings lodern derzeit keine meterhohen Flammen aus den Gerätehäusern, aber in Sachen Ausstattung, Personalbestand und Struktur gibt es akute Probleme. "Es ist fünf Minuten vor Zwölf", sagte der Wehrchef zur jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Neue Ausstattung bringt Gemeinde an ihre Grenzen

So zählte er unter anderem auf, dass sich im Bestand der Ortsfeuerwehr Marbach ein Mannschaftstransportwagen B 1000 aus DDR- Produktion befindet, den man getrost als Oldtimer bezeichnen könne. In Hohenfichte steht ein Löschfahrzeug Robur in der Garage, dass demnächst seine Zulassung verlieren wird. Weitere große Probleme stellen zudem die Tageseinsatzbereitschaft an Werktagen sowie die räumlichen Gegebenheiten dar. Eine notwendige Ausstattung sämtlicher Ortswehren mit neuer Fahrzeugtechnik, die jüngsten Autos sind mittlerweile auch schon wieder rund 20 Jahre alt, würde die Gemeindeverwaltung Leubsdorf an die finanziellen Grenzen bringen.

Jetzt handeln, bevor es zu spät ist

Deshalb hat ein Arbeitskreis nun nach Varianten gesucht, um die Strukturen zu erneuern. Einer der tiefgreifendsten Vorschläge ist der, die Ortswehren in Hohenfichte und Marbach aufzulösen, in Schellenberg zu konzentrieren und dort ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen. "Mit dem Standort in Leubsdorf hätten wir dann auf beiden Seiten des Flöha-Flusses eine leistungsfähige Truppe stationiert", sagte Berger. Derzeit liefen in den einzelnen Ortswehren die Gespräche zu den Vorschlägen. "Ich weiß, dass es kein leichter Weg ist. Aber wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist", sagte der Gemeindewehrleiter.