Große Solidarität

Netzwerk Mittweida Lagerräume sind voll mit Kleiderspenden

Die Regale in den Räumlichkeiten des Vereins "Netzwerk Mittweida" sind mittlerweile gut gefüllt. Beinahe bis unters Dach stapeln sich Pullover, Shirts und Jacken in allen möglichen Größen. "Wir sind begeistert, dass nach unserem Spendenaufruf so viele Leute Kleidung, Spielsachen und Schuhe für die ankommenden Flüchtlinge zu uns gebracht haben", sagte Tilo Geyer, Mitkoordinator für den Teilbereich Flüchtlingshilfe des gemeinnützigen Vereins. Vor allem in den ersten Tagen nach der Einrichtung der Notunterkunft in der Sporthalle der Hochschule, sei die Welle an Solidarität und Hilfsbereitschaft riesig gewesen. "Wir sind sehr gut für die Ankunft weiterer Flüchtlinge vorbereitet und können gern auch umliegende Gemeinden unterstützen", sagte Geschäftsführerin Anne Katrin Koch. Die Notunterkunft in Mittweida ist als zusätzliche Erstaufnahmeeinrichtung eröffnet wurden. Derzeit befinden sich allerdings noch immer dieselben Flüchtlinge im Objekt, die Ende August angekommen sind. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter reagierte man damals sofort mit der Einstellung von drei neuen Mitarbeitern auf Ein-Euromaßnahmebasis, die seither die eingehenden Sachspenden sortieren. Geschäftsführerin Koch lobte auch das freiwillige Engagement, erwartet aber zukünftig mehr Unterstützung von staatlicher Seite: "Wir können nicht alles auf das Ehrenamt abwälzen, sondern wir brauchen Soforthilfsmaßnahmen ohne langwierige Fördermittelanträge, gefragt sind Manager und Strategen und keine Verwalter", so Koch. Das Netzwerk Mittweida kümmert sich seit über 20 Jahren um Menschen in einer Notlage und organisiert Projekte, um diese wieder in die Erwerbstätigkeit zurückzuführen. "Bei allem Einsatz für die Flüchtlinge sind wir aber auch zur Versorgung der anderen Menschen auf weitere Spenden angewiesen", betonte Tilo Geyer.