Große und kleine Bergleute: Brand-Erbisdorf verbindet Stollenmarkt mit gelebtem Welterbe

Kleine Bergleute eröffneten den Stollenmarkt

Brand-Erbisdorf

Am 5. Dezember gehörte die Innenstadt von Brand Erbisdorf zuerst den Jüngsten. Zum vierten Mal zogen Kinder aller Brander Kindertagesstätten in einer fröhlichen Kinderbergparade durch die Straßen. Rund zweihundert kleine Bergfrauen und Bergmänner starteten am Stadthaus und zogen gemeinsam zum Marktplatz, wo sie den Geschenke entgegennahmen.

Der Welterbeverein als Begleiter und Unterstützer der Parade

Der Welterbeverein hatte diese besondere Parade begleitet und unterstützt. Die Kinder entdeckten dabei spielerisch die berg- und hüttenmännischen Traditionen ihrer Heimat. In vielen Gruppen war schon im Vorfeld geprobt worden, damit auch das Steigerlied wieder sicher erklang. So wächst bei den Jüngsten schon ein Bewusstsein dafür, dass ihre Stadt Teil der Montanregion Erzgebirge Krušnohoří und damit des UNESCO Welterbes ist.

Historischer Berggottesdienst und große Bergparade

Am Abend wurde in feierlicher Atmosphäre ein historischer Berggottesdienst gefeiert. In Uniformen, mit Fahnen und Musik erinnerten sich die Teilnehmenden an die Wurzeln des Bergbaus, dachten an Mühen und Gefahren der Arbeit unter Tage und dankten für Bewahrung und Gemeinschaft. Der Gottesdienst verband besinnliche Adventsstimmung mit dem stolzen Selbstverständnis einer Region, die ihre Geschichte lebendig halten will. Es musizierten das Freiberger Bergmusikkorps und die Freiberger Bergsänger.

Der Höhepunkt: Die große Bergparade

Höhepunkt der bergmännischen Veranstaltungen war die große Bergparade. Dazu kamen Gäste aus nah und fern nach Brand Erbisdorf, ebenso befreundete historische bergmännische Vereine. Gemeinsam zogen sie durch die Stadt und ließen den Tag in der feierlichen Eröffnung des Weihnachtsmarktes ausklingen.

Gelebtes Welterbe und starke regionale Identität

In Brand Erbisdorf zeigte sich, wie das UNESCO Welterbe im Alltag spürbar wurde. Kinder, Besucherinnen und Besucher sowie die Bergleute selbst nahmen unvergessliche Bilder und Klänge mit nach Hause und trugen das bergmännische Erbe in die Zukunft.

 

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