Große Veränderung in Silberbergwerk-Ausstellung

Baustelle Über und unter Tage wird vorbereitet

Freiberg. 

Freiberg. Vom 25. April bis 1. November findet im Freistaat die 4. Sächsische Landesausstellung statt. Mit ihr werden am Hauptstandort Zwickau 500 Jahre Industriegeschichte und -kultur reflektiert. Doch gibt es noch sechs weitere Standorte, die in Chemnitz, Crimmitschau, Oelsnitz und Freiberg angesiedelt sind. Dass man an letzterem Schauplatz unter der Überschrift "SilberBoom" aktiv wird, dürfte bei der Geschichte des Erzbergbaus in Freiberg niemanden verwundern. Das Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg auf der Reichen Zeche, zu dem auch das Besuchern offen stehende Silberbergwerk gehört, bereitet sich auf die Landesausstellung und seinen Teil daran derzeit akribisch vor. Über wie unter Tage laufen die Vorbereitungen, um den Gästen ein einmaliges Erlebnis zu bereiten.

Bergwerk ist das Objekt

Im Zentrum stehen dabei zwei Führungen durch den Fels. Die Entdeckertour gab es schon früher, doch wird sie nun um neue Komponenten erweitert. Die Stolln hat man dafür mit einer neuen Lichtanlage ausgestattet. "Wir setzen den Spot auf das Bergwerk", sagt Gestalterin Kirsten Helmstedt, die gemeinsam mit Nicole Kluge für die Neuinszenierung sorgt. Professor Helmut Mischo, Wissenschaftlicher Direktor des Forschungs- und Lehrbergwerkes, ergänzt: "Wir zeigen keine Objekte mehr, die erläutert werden, sondern das Bergwerk ist das Objekt."

Silberbergwerk neu entdecken

Eine völlig neue Forschertour soll künftig in die untertägigen Labore der TU Bergakademie führen. Nicht nur Bergbau wird hier betrieben, sondern auch Astrophysik oder Mikrobiologie. Über Tage ist es der Eingangsbereich, der vollkommen verändert und modernisiert wird. Sowohl die Geschichte der Ressourcenuniversität als auch ihre Zukunft spiegeln sich hier wieder. Selbst für all jene, die schon öfter das Silberbergwerk besuchten, wird es spannend sein, ab dem 25. Februar zu erleben, was sich alles verändert hat.