Großeinsatz der Feuerwehr: Army-Panzer brennt auf Rastplatz in Mittelsachsen

Insgesamt waren zehn Fahrzeuge der Feuerwehr mit 52 Einsatzkräften vor Ort.

A4 / Hainichen

In der Nacht zu Montag stand auf dem A4-Rastplatz Rossauer Wald in der Nähe von Hainichen ein auf einem Tieflader transportierter Pionierpanzer der US Army in Brand.

„fulminante Rauch- und Brandentwicklung“

Nach Angaben der Feuerwehr wurden die Einsatzkräfte gegen 1.20 Uhr mit dem Stichwort Großbrand auf die Fahrbahn in Fahrtrichtung Chemnitz alarmiert. Bereits auf der Anfahrt sei eine „fulminante Rauch- und Brandentwicklung“ sichtbar gewesen, erklärte der stellvertretende Kreisbrandmeister des Landkreises Mittelsachsen, Kevin Franz. Die ersten Kräfte leiteten umgehend eine erste schnelle Brandbekämpfung ein.

Löscharbeiten werden zur großen Herausforderung

Franz zufolge gestalteten sich die Löscharbeiten „aufgrund der Thermik und der Brandlast des Tiefladers“ schwierig, weshalb letztlich auch Mittelschaum eingesetzt wurde, um das Feuer einzudämmen.

Durch das gezielte Vorgehen der Feuerwehr habe verhindert werden können, dass sich die Flammen weiter ausbreiten: Das Brandgeschehen habe sich auf den Sattelauflieger beschränkt, ein Übergreifen auf die Zugmaschine, umliegende Vegetation oder andere Fahrzeuge sei verhindert worden. Im weiteren Verlauf kontrollierten die Einsatzkräfte die Brandstelle kontinuierlich und führten umfangreiche Nachlöscharbeiten durch, um verbliebene Glutnester aufzuspüren.

Über 50 Einsatzkräfte vor Ort

Insgesamt waren zehn Fahrzeuge der Feuerwehr mit 52 Einsatzkräften vor Ort. Die Löschwasserversorgung wurde dabei über mehrere Fahrzeuge im Pendelverkehr sichergestellt, da entlang der Autobahn keine festen Löschwasser-Entnahmestellen vorhanden sind. Nach ersten Einschätzungen unterschied sich das taktische Vorgehen trotz der besonderen Ladung nicht von anderen Lkw-Bränden, wie Franz erklärte.

Vollsperrung, Ermittlungen zur Brandursache und Bergung

Der Rastplatz Rossauer Wald war für die Löscharbeiten in Richtung Chemnitz voll gesperrt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Wie der Panzer der Nato-Streitkräfte nun geborgen wird und wie schnell der Rastplatz wieder nutzbar ist, war am Morgen zunächst unklar.

Update der Polizeidirektion Chemnitz vom 23. März 2026 um 13.07 Uhr

Der 67-jährige Fahrer eines Lkw Scania mit Anhänger (Tieflader) befuhr in der Nacht zum Montag die Autobahn 4 in Richtung Chemnitz, als unmittelbar vor dem Rastplatz „Rossauer Wald“ offenbar wegen eines Reifenschadens am Tieflader Feuer ausbrach. Der 67-Jährige konnte das Fahrzeuggespann noch auf den Rastplatz fahren und unverletzt aussteigen. Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand. Am Tieflader und dem Fahrbahnbelag des Rastplatzes entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 35.000 Euro. Inwiefern Beschädigungen an der Ladung des Tiefladers, einem Bergepanzer, entstand, ist derzeit der Stabsstelle Kommunikation nicht bekannt.


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