Gute Apfelernte erwartet

Obst Großer Zulauf bei Annahmestelle in Mittweida

Die Obstbauern und Keltereien der Region rechnen mit einer guten bis überdurchschnittlichen Ernte in diesem Jahr. Das warme, trockene Wetter wirkte sich positiv auf die Bestände aus. Das Wechselspiel an Sonne und Regen habe dann im Jahresverlauf gut getan, so ein Sprecher vom Landesverband Sächsisches Obst. Dies zeigt sich nicht nur bei den größeren Äpfel- und Weinanbaugebieten, sondern auch bei den kleinen, lokalen Annahmestellen. So auch in Mittweida wo einmal wöchentlich Privatleute und Kleinbauern ihre Äpfel, Birnen und Weintrauben vorbeibringen können. Von 10 bis 18 Uhr ist die Annahmestelle im Dreiwerderer Weg schon seit Anfang des Monats immer dienstags geöffnet. "Wenn es so weiter geht wie bisher, bekommen wir dieses Jahr etwas mehr geliefert als im Durchschnitt. Es gab aber auch schon Saisons, wo noch deutlich mehr Äpfel bei uns abgegeben wurden", sagte Simone Göhler von der Annahmestelle der Firma Heidesaft in Mittweida. Bei der wöchentlichen Annahme werden etwa zwei bis drei Container mit Äpfeln und mehrere Fässer voll mit Weintrauben gefüllt. Für alle, die etwas vorbeibringen, gibt es einen Festpreis für Äpfel von sechs Cent pro Kilogramm. Diesen nehmen aber die wenigsten wahr: "Die meisten Kunden kaufen sich davon direkt preisgünstigeren Saft bei uns", fügte Göhler hinzu. Für eine Liefermenge von 50 Kilogramm bekommt man demnach 43 Flaschen Apfelsaft zum Preis von 55 Cent pro Flasche. Der normale Ladenpreis würde mit 99 Cent fast das Doppelte betragen. "So ist es im beiderseitigen Interesse: Wir verkaufen unsere Produkte und die Kunden haben mehr davon als von ein paar Cent in bar", so Göhler. Viele Kunden bringen zwei bis drei Säcke oder Kisten Äpfel vorbei und nehmen die vergleichbare Menge an Apfelsaft direkt wieder mit nach Hause. Laut einer bisherigen Statistik isst jeder Bundesbürger reichlich 16 Kilo Äpfel im Jahr und trinkt etwa 8,5 Liter Apfelsaft.