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Gute Wünsche und klare Worte

Amtsantritt Freibergs neuer Oberbürgermeister mit Herausforderungen

Die Freiberger Nikolaikirche war gut gefüllt, als am vergangenen Freitag der neue Oberbürgermeister der Stadt, Sven Krüger, offiziell sein Amt antrat. Laudator Albrecht Koch, Kantor und Organist des Doms St. Marien sowie Präsident der Silbermann-Gesellschaft, drückte es so aus, dass Krüger nun quasi den Taktstock für Freiberg in die Hand bekomme. "Er ist kein Beamter im tradierten Sinne", würdigte er und wies darauf hin, dass nun eine andere Zeit anstehe: "Die Glückwünsche verhallen alsbald und es bleiben nur die Wünsche übrig." Einen brachte er auch zum Ausdruck, nämlich den, allem kraftvoll entgegenzutreten, was fremdenfeindlich daherkommt und die Mitmenschlichkeit nicht an zweite Stelle zu rücken. In seiner Rede ging Sven Krüger zunächst auf all die Dinge ein, die zum Funktionieren einer Stadt gehören, skizzierte Ideen und benannte konkret die weiterhin gute Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden, der TU Bergakademie, dem Oberbergamt oder dem Landkreis Mittelsachsen. Für die bereits vollbrachten Leistungen dankte er allen Verantwortlichen, besonders seinem Amtsvorgänger Bernd-Erwin Schramm. Auf die Anforderungen durch die Flüchtlingsströme auch nach Freiberg ging er besonders ein. "Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, um Integration zu ermöglichen", betonte Krüger. Es müsse endlich allen klar sein, dass man vor einer der größten Herausforderungen der jüngeren Vergangenheit stehe. "Der Strom der Flüchtlinge steigt seit Mitte letzten Jahres erheblich", stellte Krüger fest. "und ich finde es schade, dass die verantwortlichen Politiker diese Zeit mehr für die Diskussion über Pegida als zur Suche nach Lösungen genutzt haben." Freiberg ist und bleibe weltoffen und jede Form von Gewalt sei auf das Schärfste zu verurteilen.



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