Hänsel, Gretel und Google Maps

Adventskalender Kita-Erzieher in Flöha müssen ihr Märchen gleich zweimal spielen

Na logisch: Mit Google Maps finden sogar Hänsel und Gretel aus dem verwunschnen Wald. Gut, dass Hänsel darauf achtete, dass Handy dabei zu haben, als die böse Stiefmutter sie im tiefen Tann verstieß. Die böse Stiefmutter, sie ließ auch an ihrem Mann kein gutes Haar, und so manche Anspielung brachte die Erwachsenen zum Schmunzeln.

Ganz viele Gäste kamen zur Aufführung der Erzieherinnen und Erzieher, als sich am Mittwoch in der Kita "Baumwollzwerge" die Tür des "Lebendigen Adventskalenders" in Flöha öffnete. "Ich habe 45 Erwachsene gezählt und wenigstens genauso viele Kinder", sagte Kita-Leiterin Annette Schmidt. Und weil noch über 50 Leute sich zunächst mit Glühwein und Plätzchen trösten mussten, gaben die Erzieher das Stück danach ein weiteres Mal. "Wir haben zweimal geprobt und das Märchen heute zweimal vor den Kindern im Haus gespielt", berichtete Stiefmutter Kirsten Fritzsche, die so böse gar nicht ist. Obwohl, sie hat drei Männer verschlissen. Bei den Aufführungen, versteht sich. Was aber schon zu denken gibt. Die Akteure boten jedoch nicht nur ein Spiel, dass die Gäste begeisterte, sie hatten auch mit viel Kreativität ein attraktives Bühnenbild gezaubert.

Birgitt Röpcke strahlte. "Wir haben eine rasante Besucherzahl bei den Veranstaltungen in dieser Woche, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Gewerbe- und Festvereins. Am Dienstag im Rathaus waren es auch schon 60 Gäste, die von des Oberbürgermeisters gebackenen Plätzchen naschen wollten. Aber Volker Holuscha wehrte ab: "Es haben nämlich auch andere Kollegen gebacken."

Der "Lebendige Adventskalender" in Flöha scheint auf alle Fälle eine Erfolgsgeschichte zu werden. Am heutigen Samstag wird zur Fußpflege Giebe eingeladen, am dritten Adventssonntag ins Kaffee Kolibri. Beginn ist jeweils 17 Uhr.