Hainichen plant millionenschwere Vorhaben

Interview BLICK-Reporter Uwe Schönberner im Gespräch mit Stadtoberhaupt Dieter Greysinger

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Dieter Greysinger, Bürgermeister. Foto: Uwe Schönberner

Herr Greysinger, wie ist der Stand zum Hainichener Haushaltsplan für 2018, und welche Investitionssumme steht der Stadt in diesem Jahr zur Verfügung?

Der Haushalt wurde noch im alten Jahr zur letzten Sitzung des Stadtrats am 20. Dezember beschlossen. Aktuell warten wir auf die Genehmigung durch die Rechtsaufsichtsbehörde, also das Landratsamt. Das Investitionsvolumen liegt bei 9,746 Millionen Euro und ist die höchste Summe seit vielen Jahren.

Welches sind in diesem Jahr die Vorhaben mit den größten Investitionssummen?

Die größte Summe soll beim ehemaligen Hotel Goldener Löwe am Markt verbaut werden. Diese könnte sich sicherlich im siebenstelligen Euro-Bereich bewegen. Außerdem wollen wir einen Kunstrasenplatz errichten. Der Ottendorfer Berg soll ausgebaut werden, ebenso die Straße Talblick in Schlegel. Aber auch in den Ortsteilen investieren wir eine Menge Geld.

So erhält Schlegel ein neues Feuerwehrgerätehaus, Gersdorf einen Dorfplatz und Falkenau eine Zisterne. In Bockendorf wird das Dorfgemeinschaftshaus für rund 80.000 Euro saniert. Die Feuerwehr dort erhält eine neue Tragkraftspritze. Der Breitbandausbau soll ebenfalls voran gebracht werden, die Kita Storchennest erhält einen Fahrstuhl. Mit Beauftragung der Planungsleistungen für die Sanierung der Heinrich-Heine-Straße sowie eines Feuerwehrgerätehauses in Cunnersdorf werden bereits Maßnahmen für die Folgejahre vorbereitet. Der Flächennutzungsplan soll Rechtskraft erlangen.

Wie ist die aktuelle Flüchtlingssituation im Stadtgebiet?

Aktuell haben wir rund 125 Flüchtlinge. Davon leben die Hälfte mit ihrer Familie, die andere Hälfte sind allein reisende Personen.

Das nächste Hochwasser der Kleinen Striegis kommt bestimmt. Welche Entwicklungen gibt es in Sachen Schutzvorkehrungen?

Leider müssen wir bei der Artenzählung nachkartieren. Dies ist eine Forderung der Landesdirektion Sachsen. Hatte man zunächst nur 200 Meter vom Bauwerk - einem Regenrückhaltebecken am Ortseingang von Berthelsdorf - Artenzählungen gefordert, fordert man zwischenzeitlich eine Kartierung von 500 Metern. Damit verlieren wir etwa acht Monate. Ich hoffe auf einen Planfeststellungsbeschluss Ende 2019 oder Anfang 2020. Dann könnten wir 2021 bauen. Aber nur, wenn der Beschluss nicht beklagt wird.