Hainichen will Flüchtlinge stärker integrieren

Asyl Im Stadtgebiet wohnen rund 150 Schutzsuchende

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Foto: Radek Procyk/Getty Images

Hainichen. Um über Probleme und offene Fragen mit den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft Ottendorfer Hang 5 ins Gespräch zu kommen und sich abzeichnenden Konfliktpotenzialen frühzeitig entgegen treten zu können, ist das Hainichener Stadtoberhaupt Dieter Greysinger regelmäßig in der genannten Einrichtung zu Gast.

"Außerdem nutze ich diese Termine auch gleich, um mich bei der Heimleitung und den Sozialarbeitern über die aktuellen Befindlichkeiten zu informieren", sagte Greysinger dazu. "Mit unseren Bürgerpolizisten stehe ich zu diesem Thema ebenfalls laufend in Kontakt", ergänzt der Bürgermeister.

Gutes Miteinander zwischen Flüchtlingen und Einheimischen

Positiverweise läuft seit Inbetriebnahme der Gemeinschaftsunterkunft im August 2015 das Leben dort weitgehend unproblematisch ab. Greysinger vermutet, dass das auch auf das verhältnismäßig gute Miteinander zwischen Flüchtlingen und der einheimischen Bevölkerung zurückzuführen ist.

Er dankt deshalb allen Akteuren, die zu dieser positiven Entwicklung beitragen, insbesondere den ehrenamtlichen Helfern vor Ort und in den Sportvereinen der Gellertstadt. Der Fakt, dass die Flüchtlingsströme in Richtung Deutschland seit Anfang 2016 ein ganzes Stück abgeebbt sind, macht sich auch bei den Bewohnerzahlen in der Einrichtung am Ottendorfer Hang 5 bemerkbar:

Zehn Neuankömmlinge seit März

So lebten mit Stand vom 13. April 2017 noch 148 Bewohner in der Anlage. Davon leben rund 60 Prozent (89 Bewohner) in 19 Familien, bei 40 Prozent der Bewohner (59 Personen) handelt es sich um allein Reisende. Die Bewohner im Ottendorfer Hang 5 kommen aus insgesamt 22 verschiedenen Nationen.

Seit Anfang März gab es in Hainichen zehn Neuzugänge. Diese kamen aus der Türkei, Georgien, Afghanistan, Marokko und Tunesien. Zu Jahresbeginn 2017 wohnten noch rund 20 Personen mehr hier.

Noch immer ist es ein erklärtes Ziel der hiesigen Verwaltungen, Personen bei denen die Bereitschaft zu erkennen ist, sich in Deutschland integrieren und einer geregelten Arbeit nachgehen zu wollen, in Hainichen beziehungsweise in der Region zu halten. Eigens dafür sind im Landratsamt Mittelsachsen Stellen für Integrationsbeauftragte neu geschaffen worden.