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Sachsen

Hainichener Schützen gibt es seit knapp 300 Jahren

Geschichte Der Verein durchlebte in seiner Entwicklung viele Höhen und Tiefen

Hainichen. 

Knapp 300 Jahre Schützengilde zu Hainichen. Wie es schon der Name Schützengilde zu Hainichen 1717 vermuten lässt. Doch die Schützentraditionen in der Gellertstadt gehen vermutlich noch viel weiter zurück: Wahrscheinlich existierte vorher eine "Büchsen- und Scheibenschützengesellschaft zu Hainichen". Die Stadtbrände von 1644 und 1832 zerstörten aber die wenigen Dokumente des frühen Hainichener Schützenvereines. Sicher ist, dass die Schützen 1717 das erste Mal zum Königsschießen mit der Büchse auszogen - das ist in einer Urkunde von 1817 verbürgt. Aus der Zeit 1920 bis 1945 ist leider nur wenig bekannt. Ziemlich sicher ist, dass mit dem verlorenen Zweiten Weltkrieg alle waffenführenden Vereine durch die Sowjets verboten wurden.

Nachdem ab dem 4. Juli 1990 Dorsten als westdeutsche Partnerstadt feststand, wurden die Hainichener Jäger 1992 zum Schützenfest des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Dorsten-Feldmark eingeladen. An dieser Reise nahm auch der heutige 1. Direktor der Schützengilde, Egbert Liebold, teil und brachte eine Menge Eindrücke von diesem für die Hainichener neuen Spektakel mit. Ab jetzt führten die Jäger in unregelmäßigen Abständen ein Vogelschießen durch. Beim Jägerfest 2001 wurde dann die Idee geboren, den alten Schützenverein wieder aufleben zu lassen. Nachdem sich genügend "Neuschützen" gefunden hatten, kam es schließlich am 16. Februar 2002 mit 15 Gründungsmitglieder im Ratssaal des Hainichener Rathauses zur feierlichen Neugründung der "Privilegierten Schützengilde zu Hainichen 1717". Das "Privileg" hat übrigens nichts mit heutigen Vergünstigungen zu tun, sondern bezieht sich auf die frühere lehnsherrliche Bestätigung - das sogenannte "Privileg".



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