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Halle als möglicher Notbehelf

Asyl In die Stadt Augustusburg sollen 84 Flüchtlinge kommen

Mit den Stichtagen 15. Oktober, 30. November und März 2016 wird die Zahl der Einwohner der Stadt Augustusburg um jeweils 28 steigen. Das jedenfalls sind die Zahlen, die Bürgermeister Dirk Neubauer seit Freitag vergangener Woche kennt. Augustusburg wird, wie jede andere Kommune im Landkreis auch, Flüchtlinge aufnehmen müssen. Zur Informationsveranstaltung am Mittwoch in der Sporthalle, zu der etwa 250 Bürger kamen, machte Neubauer deutlich, wie schwierig die Unterbringung der Asylbewerber sei. Ganze zwei von derzeit fünf freien Wohnungen der kommunalen Wohnungsgesellschaft könnten auch bezogen werden. Mit den Mietern der Häuser sei bereits gesprochen worden. Die GSQ - die kreiseigene Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung Freiberg betreut bereits mehrere Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis - sieht sich indes außerstande, diese zu möblieren. Als Notbehelf sei daher angedacht, die Flüchtlinge zunächst in der Turnhalle einzuquartieren, bevor eine dezentrale Unterbringung möglich sei, die Neubauer eindeutig präferiere. Die Stadt will einen Betreuer einstellen, als eine Art Schnittstelle zwischen den Flüchtlingen und der Stadtverwaltung.

Sowohl Turnhalle wie Wohnungen werden am 16. September von der GSQ besichtigt, erst dann falle die Entscheidung, ob sie auch tatsächlich genutzt werden könnten. Dirk Neubauer machte deutlich, dass die von ihm genannten Zahlen nicht im Stein gemeiselt seien. Sicher seien derzeit nur die täglichen Veränderungen. Die Kommune bereite sich auf alle denkbaren Varianten vor, ohne bereits für alles eine Lösung zu haben. Ein Unterstützerkreis von mehr als 30 Einwohnern, traf sich bereits am Montag. Alle Hilfsangebote werden von der Verwaltung koordiniert. Infos gibt es auf der Homepage. Weiter auf Seite 2.



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