Halsbrücker Rathausanbau erhält Krone

Richtfest Prunkstück wird künftig eine große Achatscheibe sein

Halsbrücke. Das Wetter war gnädig. Nachdem in den Tagen davor finsteres Grau und Nieselregen vorherrschte, riss vergangenen Freitag über Halsbrücke die Wolkendecke auf und ermöglichte so ein unbeeinträchtigtes Richtfest für den Anbau des Rathauses. "Die Sonne lässt uns nicht im Stich", frohlockte auch Bürgermeister Andreas Beger, der vom Gerüst herab die bisher geleistete Arbeit Revue passieren ließ. "Es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass eine Gemeinde als alleiniger Bauherr auftritt", sagte er. "Und manchen werden die Proportionen erst jetzt bewusst." 1,8 Millionen kostet der Neubau insgesamt, noch ohne das notwendige Neuinventar, und zu 100 Prozent wird er aus Eigenmitteln finanziert. Die zuständigen Architekten Andreas Werner und Bernhard Maier rechnen mit der Fertigstellung Mitte 2013. "Allerdings ist das davon abhängig, wie sich der Winter gestaltet", so Werner. Prunkstück des fertigen Baus wird dann eine große Achatscheibe sein, die in die Fensterfront zur Hauptstraße hin integriert ist. Im alten Rathaus soll dann womöglich ein Archiv untergebracht werden, da dort aufgrund von Radonbelastung nicht mehr längere Zeit gearbeitet werden kann. Der Neubau ist gegen Radon abgedichtet. Unter der schwebenden Richtkrone stießen alle zusammen mit Polier Günter Hofmann auf das bisher Erreichte und das noch zu Schaffende an. Das Splittern eines Sektglases besiegelte den Akt.