Harsche Kritik an der Bundespolitik

Politik Beatrix von Storch sprach auf dem Mittweidaer Markt

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AfD-Bundes-Vize-Chefin Beatrix von Storch war prominente Gastrednerin der Kundgebung auf dem Mittweidaer Marktplatz. Foto: Uwe Schönberner

Mittweida. Polit-Prominenz weilte zu Pfingsten in Mittweida: Die Bundes-Vize-Chefin der Alternative für Deutschland (AfD), die 46-jährige Beatrix von Storch, war Haupt-Akteurin einer AfD-Kundgebung auf dem Mittweidaer Marktplatz.

Von Storch übte unter anderem harsche Kritik an der Europa- und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Aus diesem Grund will die AfD einen "Untersuchungsausschuss Merkel" im Bundestag fordern, sagte die Abgeordnete des EU-Parlaments.

Zur Europapolitik sagte von Storch: "Wir sind für ein Europa, wie es mal gedacht war: Wir sind für die französische Kultur in Frankreich, wir sind für die türkische Kultur in der Türkei - wir wollen sie nur nicht hier."

Noch mehr EU-Kritik:

Zu den Teilnehmern gehörte auch der 61-jährige Heiko Hessenkemper, Hochschullehrer, Kreisrat und AfD-Direktkandidat zur Bundestagswahl im Wahlkreis 161 (Mittelsachsen) aus Großschirma. Auch er sprach zu den rund 150 Zuhörern.

Hessenkemper rechnete den Anwesenden vor, wie reich Deutschland sei, wie aber das vorhandene Geld in der EU untergehe, statt es beispielsweise den deutschen Rentnern zu Gute kommen zu lassen. So kritisierte er unter anderem das niedrige Renteneintrittsalter in Frankreich.

Dass die Zahl der Tbc-Erkrankungen und der Kriminalfälle nach oben geschnellt sei, lastete Hessenkemper den Flüchtlingen an.

Studenten zeigen sich empört

"Hier wurde all das sehr schön auf den Punkt gebracht, was den deutschen Steuerzahler an der aktuellen Politik stört", sagte ein älterer Mittweidaer Bürger unmittelbar nach der reichlich einstündigen Veranstaltung.

Rund 30 Studenten der Hochschule Mittweida waren ebenfalls bei dieser AfD-Veranstaltung dabei. Sie unterbrachen die Ausführungen Hessenkempers mit lauten "Lügner"-Rufen.