Heilkräuter gegen Winterdepressionen

Gesundheit Fast jeder dritte Deutsche ist wetterfühlig

Wenn der Himmel bleischwer und grau ist und die Sonne meist durch Abwesenheit glänzt, kommt er wieder angeschlichen - der sogenannte Winterblues. Mit den abfallenden Temperaturen sinkt bei vielen Menschen auch die Laune auf den Tiefpunkt. Fast jeder dritte Bundesbürger leidet laut einer Forsa-Umfrage jedes Jahr unter der "Saisonal Abhängigen Depression" (SAD). Ursache ist vermutlich der jahreszeitlich bedingte Lichtmangel. Dadurch produziert der Körper weniger vom Glückshormon Endorphin sowie vom stimmungsaufhellenden Nervenbotenstoff Serotonin.

Damit muss man sich jedoch nicht abfinden. Gegen Niedergeschlagenheit hat sich die Heilpflanze Johanniskraut als besonders wirksam erwiesen. Die Arzneipflanze kann mit den natürlichen Wirkstoffen Hypericin, Hyperforin, Flavonoiden und Procyanidinen die Nerven stärken, für mehr Gelassenheit und Ausgeglichenheit sorgen und die Vitalität unterstützen. Letzteres ist auch wichtig, um selbst aktiv gegen die Schwermut anzugehen. Denn ein paar einfache Strategien im Alltag helfen der Laune wieder auf die Sprünge.

So sollte man täglich eine halbe Stunde rausgehen, weil selbst bei bewölktem Wetter das Tageslicht die Serotonin-Produktion ankurbelt und das Schlafhormon Melatonin hemmt. Außerdem ist es besser, morgens nicht zu lange in den Federn zu bleiben, damit der Tag-Nacht-Rhythmus nicht aus dem Takt gerät. Ansonsten gilt es, allen Tätigkeiten zu frönen, die Freude machen: Tanzen gehen, Theater- und Kinobesuche, Freunde zu gemeinsamen Unternehmungen treffen oder Verwöhnstunden durch Wellness, Massagen und Co. Auch Bewegung ist außerordentlich wichtig: Sport bringt nicht nur den Kreislauf auf Trab und stärkt die Muskeln, sondern hilft erwiesenermaßen auch gegen Depressionen. Wer sich allein nicht aufraffen kann, sucht sich am besten einen Trainingspartner. So macht es gleich doppelt Spaß.