Heimatstube hält Erinnerungen wach

Geschichte Historische Stücke aus dem früheren Köthensdorf zu sehen

Köthensdorf/Taura. 

Klein, aber fein - das ist die Heimatstube von Köthensdorf. Die rührigen Mitglieder des Heimatvereines Köthensdorf haben sich anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens, das sie in diesem Jahr begehen, entschlossen, einen kleinen Raum - die Heimatstube - zu besonderen Anlässen, wie Orts-, Schul- oder Vereinsjubiläen - der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. "Da kann sich jedermann Fotos, Dokumente oder auch Dinge von damals ansehen und in die Ortsgeschichte Köthendorfs eintauchen", so Andreas Hugel, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereines verantwortlich zeichnet. "Das war eine Art Abstellraum, bis sich der Verein entschlossen hat, das knapp 20 Quadratmeter große Zimmer zum Präsentieren zu nutzen", erklärt die Vereinschefin Kerstin Schreckenbach. Nach dem Renovieren finden nun verschiedenen Unterlagen, wie beispielsweise die Ortschronik von Gerhard Hahn oder die handschriftlichen Tagebücher von Emil Müller hier einen würdigen Platz. Außerdem werden verschiedene betagte Gegenstände gezeigt, wie mechanische Schreibmaschinen, Wärmflaschen aus Kupfer oder Dinge des täglichen Bedarfs, wie Waagen, Lampen, Nudelholz oder Geschirr. Ein Unikat ist ebenfalls zu sehen: Es handelt sich um eine Feuerwehrtröte von 1906. Alte Dokumente von Köthensdorfern finden bei den Besuchern immer besonderes Interesse. So sind Schuldscheine alter Bauernhöfe ebenso zu sehen wie Gesindezeugnisse ab 1849. Der Heimatverein von Köthensdorf hat sich in den zwei Jahrzehnten seines Bestehens aus dem ehemaligen Dorfklub entwickelt. Dabei ist die Mitgliederzahl kontinuierlich gestiegen: Waren es anfangs nur fünf Mitglieder, so ist ihre Zahl heute auf stattliche 32 angestiegen. Kontakt: Telefon 03724/89004.