Heimatverein sucht Unterstützung

Historie Interessierte Heimatfreunde sind in Altmittweida willkommen

Altmittweida . Barbara Matthes und Sigrun Bemmann begrüßten vor kurzem Besucher aus Rossau und aus Weinsdorf in der Altmittweidaer Heimatstube. Die zwei Frauen und weitere drei Mitglieder gehören zum aktiven Kern des Heimatvereins Altmittweida, die bei Arbeitseinsätzen dabei sind, jeden Gegenstand inventarisieren und die Öffnungszeiten mit absichern. "Wir haben noch zwei weitere zahlende Mitglieder und einen der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kommen kann. Ein Mitglied wohnt in Essen und ist eher selten verfügbar", erklärt Barbara Matthes die übersichtliche Vereinsstruktur.

Ein Eiblick in die Geschichte der Region

Als die Altmittweidaer ihre 800-Jahrfeier ausgestalteten, gab es auch einen geschichtlichen Einblick. "Das Material, was damals ausgestellt wurde, stieß auf großes Interesse und es wurde der Gedanke geboren, einen Heimatverein zu gründen", denkt Barbara Matthes zurück. Das war 2010 und ein Jahr später konnten die Heimatfreunde um Vereinschef Hans Steinhoff ihre Heimatstube in Besitz nehmen. Diese ist gepachtet und wird ihnen von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die Vision vom ehemaligen Bürgermeister war die Erstellung einer Chronik. "Dieses Vorhaben müssen wir leider bei Seite legen, trotz umfangreichen und aufwendigen Recherchen können wir nicht bis tief in die Vergangenheit zurück dringen und nachweisbare Belege auffinden. So entstanden zumindest zwei Broschüren in denen unser Wissen zusammengetragen wurde", berichtet Sigrun Bemmann.

Unterstützung wäre von Vorteil

Inzwischen wurden fast alle der knapp 1.000 Gegenstände inventarisiert. Die Vereinsmitglieder wollen sich nun um die Verkehrsentwicklung kümmern, auch würden sie gern in der Weihnachtszeit eine spezielle Schau anbieten. "Aber uns fehlt ganz einfach die Kraft dazu. Wir müssten die bestehenden Ausstellungen umräumen und neugestalten, das schaffen wir nicht mehr. Leider haben sich seit unserer Gründung keine Interessenten gefunden, die tatkräftig mitwirken wollen", erklärt Sigrun Bemmann enttäuscht.

"Zurzeit können wir noch unsere Besuchszeiten jeden 2. Samstag im Monat mit je zwei Mitgliedern absichern, auch bei den Arbeitstreffen zweimal monatlich ist Verlass auf die Mitglieder. Aber wenn sich keine neuen Mitstreiter für unsere Vereinsarbeit finden, ist der Erhalt der Heimatstube gefährdet", stellt Barbara Matthes klar. Wie die Zukunft der Heimatstube und des Vereins bei weiter alternden Strukturen ihrer Mitglieder aussehen soll, wissen die beiden Frauen auch nicht.