Heimatverein und Kirche sagen Glück Auf!

Geschichte Mit einem Berggottesdienst wird an das Ende des Silberbergbaus in Falkenau erinnert

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Pfarrer Joachim Butter, der Leiter des Posaunenchors Lars Fischer, Kantor Ekkehard Hübler und Mike Glöckner (v.l.) besprechen Details des Berggottesdienstes in der Kirche in Falkenau. Foto: Ulli Schubert

Falkenau. Am Sonnabend kommender Woche findet zum ersten Mal ein Berggottesdienst in der Falkenauer Kirche statt. Zu Wochenbeginn trafen sich noch einmal die Organisatoren zur Feinabstimmung. Kantor Ekkehard Hübler hatte die Plakate dabei und war mit Lars Fischer schnell dafür, dass der Posaunenchor den Aufzug der Bergleute vom Grubenhunt zur Kirche musikalisch untermalen soll.

"Wir haben dafür extra die Glück-Auf-Fanfare einstudiert, ebenso zwei Bergmärsche. Insgesamt wird das Programm an die Schneeberger Berggottesdienste angelehnt sein", so der Leiter des Posaunenchors. Kantor Hübler wird die Melodie von den Posaunisten aufnehmen und auf der Orgel improvisieren, bevor mit der Begrüßung von Pfarrer Butter der Gottesdienst beginnt.

Die Idee für diese Premierenveranstaltung kommt aus dem Heimatverein Falkenau, ganz exakt von Mike Glöckner, der sich intensiv mit der Geschichte seines Heimatortes und nicht zuletzt eben dem Silberbergbau beschäftigt hat. Mit dem Gottesdienst soll an das Ende des Silberbergbaus in Falkenau vor 175 Jahren erinnert werden.

"Schon 1562/63 wird der Falkenauer Silberbergbau erstmals im Grubenbericht des Bescherrt Glück im Oederanschen Wald erwähnt", hat Mike Glöckner herausgefunden. "Insgesamt wurden über die Jahrhunderte bis zu 29 Stolln und Gruben aufgefahren. 1842 kam es zur letztmaligen Befahrung des Tiefe Hilfe Gottes Stolln und nach der Abkehr gab Christian Gotthold Kind vom Oberbergbauamt Freiberg die Gesamtausbringung von 244,3 Kilogramm Silber für Falkenau bekannt."

Der Berggottesdienst am 20. August beginnt wenige Minuten vor 9 Uhr mit dem Bergaufzug, an dem 20 bis 25 Bergleute aus den Vereinen in Sachsenburg und Schönborn-Dreiwerden sowie dem tschechischen Neugeschrei teilnehmen. Er dauert rund eine Stunde. Danach lädt der Heimatverein auf ein Bergmannbier (es gibt auch alkoholfreie Getränke) und zu einer gegrillten Wurst in den Kirchgarten ein.