Helden aus der zweiten Startreihe

Ausstellung Fahrer aus der Region im Mittelpunkt - Leihgaben von der Familie Walter Eiferts

Im Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal geht es in der aktuellen Sonderausstellung nicht um die ganz großen Rennfahrer vergangener Tage. Unter dem Titel "Sachsenring - Helden aus der zweiten Startreihe" werden Motorsportler aus der Region vorgestellt, die zwar mehr als beachtliche Leistungen vollbracht haben, aber es nicht zu Weltmeisterehren oder ähnlichen Erfolgen gebracht haben. Einer von ihnen war Walter Eifert (1920 bis 2008) aus Reichenbach, der vor dem zweiten Weltkrieg und in der ersten Hälfte der 1950er Jahre als Rennfahrer aktiv war. Seine Familie hat dem Museum eine Reihe von Erinnerungsstücken als Leihgaben zur Verfügung gestellt. "Er war für uns immer ein Vorbild", erinnert sich sein Enkel Thomas Eifert, der sich gut an die Rennsportleidenschaft des Großvaters erinnert. Selbst im hohen Alter sei er 2007 noch als Besucher am Sachsenring gewesen und schwärmte von den artistischen Leistungen der heutigen Rennfahrer. Walter Eifert hatte es als Aktiver deutlich schwerer. Denn als Privatfahrer hatte er nie die Werksmaschinen zur Verfügung, die die besten Zeiten möglich machten. Als die Situation zu schwierig wurde, beendete er seine Laufbahn. Doch viele Preise, darunter sogar ein hölzernes Segelboot, das einst in Rostock gewonnen wurde und vor einiger Zeit von Modellbauern restauriert wurde, wurden und werden in Ehren gehalten.

Gezeigt wird die Ausstellung dann bis zum 8. November. Geöffnet ist das Museum von Dienstag bis Sonntag, jeweils in der Zeit von 13 bis 17 Uhr. Motorsportfans sollten sich das Wochenende 17. und 18. Oktober vormerken. Dann findet im Museumsgelände die zweite Auflage des großen Seitenwagentreffens statt, zudem sich einige bekannte Namen der Szene angemeldet haben und auch ihre Fahrzeuge mitbringen werden.