Helfer für Geschichtsprojekt gesucht

KULTUR Entwicklung der Gehöfte und Bauern im Fokus

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Hans Steinhoff zeigt, welche Betriebe es in Altmittweida einst gab. Foto: Chris Brinkmann

Altmittweida. In einem der Ausstellungsräumen der Heimatstube in Altmittweida sind allerlei Arbeitsmittel und Werkzeuge zu sehen. Was hier ausgestellt ist, wurde vor noch nicht einmal 100 Jahren in den Geschäften sowie auf den Feldern und den Baustellen von Altmittweida genutzt. Auf drei Stellwänden in demselben Raum sind auf laminierten Listen einige der ehemaligen Geschäfte und Betriebe verzeichnet. Über 100 Namen sind hier zu lesen. "Wir müssen sogar regelmäßig ergänzen", sagt Hans Steinhoff, Vorsitzender des Heimatvereins, während er auf eine der Listen zeigt. Schaut man auf die Aufstellungen, so zeigt sich, dass es in der Geschichte von Altmittweida alles für die Versorgung der Bevölkerung gegeben hat. "Keiner musste in die Stadt fahren. Es war alles da. Altmittweida hatte sogar ein Kino", erinnert sich Steinhoff.

Genaue Entwicklung Altmittweidas wird noch erforscht

Um die Geschichte der Betriebe von Altmittweida weiter zu erforschen, verbrachten die Mitglieder des Heimatvereins zuletzt viele Stunden im Staatsarchiv in Chemnitz. Hier lagern sämtliche Verkaufsurkunden von Grundstücken und Ländereien in Altmittweida seit 1428. "Mit der Sichtung der Unterlagen erhofften wir uns, eine genaue Aussage über die Entwicklung der Bauern in Altmittweida treffen zu können", erklärt Hans Steinhoff. Doch die Arbeit ist auch langwierig und kostenintensiv. An manchen Tagen kam es vor, dass bei acht Stunden Recherche nur wenige neue Verträge gefunden wurden. "Daher mussten wir die Arbeit an diesem Projekt jetzt einstellen", bedauert der Heimatvereinsvorsitzende Steinhoff. Er kann sich allerdings vorstellen, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Helfer und Sponsoren gesucht

"Finden sich ein finanzstarker Sponsor und engagierte Helfer, die unser Interesse an der Geschichte teilen, so würden wir gerne die Forschung wieder aufnehmen", sagt Hans Steinhoff. Der Heimatverein hofft dabei besonders junge Menschen ansprechen zu können: "Zum einen brauchen wir in unserem Verein den Nachwuchs. Zum anderen ist es wichtig die Geschichte zu kennen. Denn nur so kann man etwas daraus lernen", sind sich die Mitglieder des Heimatvereins Altmittweida einig.