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Herausforderung für Kreis

Asyl Mittelsachsen muss neue Plätze für Flüchtlinge schaffen

Deutlich über 3.000 Asylsuchende muss der Landkreis Mittelsachsen im Jahr 2015 unterbringen. Bislang ging man von deutlich weniger, knapp 2.000 Personen aus. Um diese Herausforderung zu bewältigen ist eine strategische Neuaufstellung nötig, welche Landrat Matthias Damm gemeinsam mit seinen Mitarbeitern nun anpackt. "Zusammen mit Städten und Gemeinden wird jetzt mit Hochdruck daran gearbeitet", sagt er. "Dazu haben wir eine innere Konzeption den Bürgermeistern vorgestellt." Diese Konzeption sieht vor, dass bis Ende 2016 im Kreisgebiet für über 6.000 Personen Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden sind, sowohl in Gemeinschaftsunterkünften als auch dezentral in Wohnungen. "Wir erhielten von den Bürgermeistern dazu eine positive Resonanz", so Damm weiter. "Besonders darauf, dass wir so offensiv mit dem Thema umgehen." Er betonte, dass es bei der Herangehensweise wichtig sei, die Besonderheiten der einzelnen Städte und Gemeinden zu beachten. Bei der dezentralen Unterbringung sollen rund 3.700 Plätze geschaffen werden, verteilt stets in Abhängigkeit zur Einwohnerzahl der Ortschaften. Gemeinschaftsunterkünfte werden in allen Kommunen mit zentralörtlicher Funktion entstehen, wobei die Gemeinden auch um Nennung von Objekten oder Bauland für Fertigmodullösungen oder einen Festbau gebeten werden. Einrichtungen, welche in Planung sind werden künftig erst nach Vertragsunterzeichnung veröffentlicht. Diese Kurzfristigkeit sei leider nötig, um nicht Gelegenheit dazu zu geben, dass Proteste mit gewalttätigem Hintergrund vorbereitet werden können. Darunter leide die rechtzeitige Information der Bevölkerung, aber man habe sich entscheiden müssen. Ungeklärt sei noch die Frage der Finanzierung. "Wir haben das Geld nicht", so Matthias Damm. "Und wenn in Berlin Willkommen gesagt wird, dann darf man die, welche es organisieren müssen, nicht im Regen stehen lassen."



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