Herkulesaufgabe für Glauchau

Sturmschäden Bauhof und Firmen kommen am Stausee zum Einsatz

Nach einer Windhose, die Ende August über die Stadt Glauchau fegte, dauert die Schadensbeseitigung immer noch an. Bis Ende der Woche soll der Einsatz im Bereich des Stausees abgeschlossen sein. Dort müssen beschädigte Bäume gefällt und lockere Äste entfernt werden. "Im schwer zugänglichen Bereich zwischen der Tennisanlage und der Bauernschänke kommt sogar ein Seilkletterer zum Einsatz", sagt Rathaus-Dezernent Steffen Naumann, der die Beseitigung der Sturmschäden koordiniert. Zuletzt wurden unter anderem schon im Gründelpark, Rosarium, Bürgerpark und Schlosspark die Schäden beseitigt.

Im Stadtgebiet von Glauchau mussten bisher 72 Bäume gefällt werden. An 500 Bäumen haben sich Pflegearbeiten erforderlich gemacht. In dieser Statistik fehlen allerdings noch die Stausee-Zahlen. Im Frühjahr 2016 machen sich möglicherweise weitere Arbeiten an den Bäumen erforderlich. "Der Sturm hat oftmals in Statik und Leitungsbahnen der Bäume eingegriffen. Wir sehen erst im Frühjahr, welche Bäume neu austreiben", sagt Baubetriebshof-Vorarbeiter Olaf Löbel.

Die Beseitigung der Sturmschäden wird für die Stadt eine teure Sache. Für die Unterstützung durch Fremdfirmen müssen rund 35.000 Euro ausgegeben werden. Zudem hat sich der Baubetriebshof unter anderem Bagger und Hebebühnen ausgeliehen. Dafür zahlt die Stadt voraussichtlich rund 25.000 Euro. Andere Bauvorhaben, die im Herbst geplant waren, müssen verschoben werden. Von einer Versicherung gibt es für die Schadensbeseitigung kein Geld. Im Bereich des Baubetriebshofes sind bereits rund 1.000 Überstunden angefallen. Die Helfer müssen nun in anderen Bereichen kürzer treten. "Wir können die Bürger dabei nur um Verständnis bitten. Die Beseitigung der Sturmschäden hat momentan oberste Priorität", sagt Steffen Naumann.